Salzgitter 

Salzgitter: SO dreist soll ein Betrieb die Corona-Krise ausgenutzt haben – Polizei ermittelt

Die Polizei Salzgitter hat Räumlichkeiten in der Stormstraße durchsucht. Dort soll ein Betrieb illegal Desinfektionsmittel hergestellt haben.
Die Polizei Salzgitter hat Räumlichkeiten in der Stormstraße durchsucht. Dort soll ein Betrieb illegal Desinfektionsmittel hergestellt haben.
Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. In der Corona-Krise stehen die Uhren in Deutschland weitgehend still. Viele Menschen fürchten um ihre Jobs, Unternehmen brechen die Gewinne ein. Wenige versuchen aus der Situation jedoch auch ihren eigenen Profit zu schlagen - doch nicht immer nur auf legalem Weg. Ein Unternehmer aus Salzgitter soll sich ebenfalls die Corona-Pandemie zu Nutze gemacht haben. Außerdem soll der Betrieb in der Stormstraße erheblich gegen den Brandschutz verstoßen haben.

Laut Polizei Salzgitter wurde in den Räumlichkeiten illegal Desinfektionsmittel hergestellt, abgefüllt und verkauft. Bei einem Einsatz am Mittwoch stellten Ermittler knapp 500 Gebinde sicher - stolze 300 Liter. Außerdem transportierte die Feuerwehr weitere 20 Liter Wasserstoffperoxid ab.

Salzgitter: Illegal Desinfektionsmittel hergestellt?

Der Einsatz in der Stormstraße gestaltete sich größer: Neben Polizei und Feuerwehr waren auch das LKA, der Zoll und die Stadt Salzgitter vor Ort. Kurzzeitig musste die Aktion unterbrochen werden, wie die Polizei am Donnerstag mitteilt.

Die Ermittler hatten einen Gefechtskopf einer Panzerabwehrwaffe gefunden. Allerdings stellte sich heraus, dass es sich hierbei nur um ungefährliche Exerziermunition handelte.

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Die Polizei Salzgitter wirft dem Betrieb Betrug vor. Außerdem habe eine hohe Brandgefahr bestanden, weil das Desinfektionsmittel und seine Bestandteile falsch gelagert wurden. Womöglich drohen dem Betrieb in Salzgitter noch weitere Verfahren. (ck)