Salzgitter 

Salzgitter: Brutaler Angriff auf Clan-Mitglied – unfassbar, was er jetzt vor Gericht aussagt

Salzgitter. Diese Tat hat ganz Salzgitter in Atem gehalten: Im August 2018 sollen zwei Männer einer Großfamilie wegen Banalitäten auf zwei Männer losgegangen sein. Mit einem Elektroschocker, Metallstangen und Tritten sollen die beiden Männer auf offener Straße übel zugerichtet geworden sein.

Die zwei Tatverdächtigen, im Alter von 22 und 29, waren bereits vorbestraft. Nach der Tat wurden sie von der Staatsanwaltschaft in Braunschweig angeklagt. Doch vor Gericht konnten sich die beiden Opfer laut „Salzgitter Zeitung“ angeblich an nichts mehr erinnern.

Dabei waren ihre vorherigen Aussagen bei der Polizei eindeutig gewesen. Das Jugendschöffe Gericht sprach die Angeklagten daher frei. Für viele Menschen aus Salzgitter ein Schock: Wie kann das sein?

Salzgitter: Opfer kann sich angeblich an nichts erinnern

Immer wieder sprach das jüngere Opfer während der Gerichtsverhandlung am 7. August folgenden Satz: „Ich kann mich nicht erinnern.“ Doch nicht nur seine Erinnerungslücken sorgten vor Gericht für Verwirrung. Auch die Dinge, die er aussagte, waren der Berufsrichterin, den Schöffen und der Staatsanwältin ein Rätsel.

Während er am Tatort und zwei Vernehmungen noch benennen konnte, wer ihn mit einer Metallstange zu Boden warf, ihm mit einem Elektroschocker quälte, eine Glasflasche gegen den Kopf schlug und am Boden liegend trat, erklärte er vor Gericht, dass er sich an nichts mehr erinnern konnte. „Da waren viele Leute“, sagte er.

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Durch einen „Druck auf dem Rücken“ sei er irgendwie zu Boden gefallen. Bei dem Sturz habe er seine Brille verloren und konnte daher nichts mehr erkennen. Eine der Angeklagten habe ihm sogar geholfen aufzustehen, als die Polizei kam, berichtet die„Salzgitter Zeitung“.

Freund war gegen das Hinterrad eines Jugendlichen gekommen

Grund für die schlimme Auseinandersetzung der beiden Männergruppen war laut Anklage, dass ein Freund des jüngeren Opfers an einer Ampel an der Berliner Straße in Salzgitter-Lebenstedt leicht gegen das Hinterrad eines Jugendlichen gestoßen war.

Der Jugendliche habe dann gerufen: „Willst du Ärger?“ und telefoniert. Auf einmal sei dann ein schwarzer Mercedes mit drei Männern vorgefahren. Zwei der Mitfahrer haben sich dann auf die beiden Freunde gestürzt.

Opfer gesteht doch noch, dass...

Auf Nachfragen der Richterin kam ans Licht, dass während der Schlägerei auch ein Elektroschocker im Einsatz war. Das Opfer gab im Laufe der Verhandlung auch an, dass er es geschafft habe, blutig geschlagen in ein Geschäft zu kriechen. Dort sei er dann zu Boden gegangen, nachdem ihn eine Flasche am Kopf traf. Detaillierter wurden seine Schilderungen nicht.

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Wie die „Salzgitter Zeitung“ berichtet, wirkte der Mann während der Verhandlung sehr nervös. Er erklärte den Richtern außerdem, dass die Angeklagten nach dem Vorfall bei ihm zu Hause waren. „Sie kamen zu mir, entschuldigten sich und das Problem wurde gelöst. Wir haben Kaffee getrunken, dann gingen sie. Wir haben darüber gesprochen, dass wir die Sache vergessen wollen.“

Auch das zweite Opfer schweigt

Am Ende wurden die beiden Angeklagten schließlich freigesprochen. Wie der Vorfall im August 2018 tatsächlich abgelaufen ist, bleib unklar. „Wir konnten den Sachverhalt, so wie er angeklagt war, heute nicht feststellen“, sagte die Berufsrichterin in ihrer Urteilsbegründung laut „“.

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