Salzgitter 

Salzgitter: Müll-Problem? Stadt ist alarmiert – „Sollte eine Selbstverständlichkeit sein“

In Salzgitter gibt es gleich mehrere Müll-Hotspots.
In Salzgitter gibt es gleich mehrere Müll-Hotspots.
Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Hat Salzgitter ein Müll-Problem?

Zuletzt hatte news38.de mehrere Hinweise bekommen, nach denen sich an der ein oder anderen Ecke in Salzgitter Müllberge türmten. Restmüllberge.

Salzgitter: Stadt weiß um das Müll-Problem

Auch in einer Facebook-Gruppe war der Müll auf und neben den Straßen von Salzgitter ein Thema. „Da wundert man sich, dass die Stadt als 'Salzghetto' bezeichnet wird?“ – so hatte es unter anderem geheißen.

Eure Kommentare bei Facebook:

  • „Wir brauchen Überwachungskameras, damit man diese Menschen zu Verantwortung ziehen kann.“ (Ursula)
  • „Warum gehen wohl die Müllpreise nach oben? Weil Mitarbeiter den 'wild weggeworfenen Müll' einsammeln müssen... Irgendwann schlägt der SRB den Preis deswegen hoch. Die Menschen sollten mal etwas nachdenken! Ich bezahle lieber den Preis auf der Müllkippe, als die Landschaft zu versauen!“ (Heiko)
  • „Da Sperrmüll in Salzgitter gebührenpflichtig ist, wundert mich das nicht. Alles andere wird in der Feldmark zwischen Broistedt und Barbecke einfach aus dem Auto geworfen.“ (Kordula)

Jetzt bezieht die Stadt Salzgitter Stellung zur Müll-Thematik. Im Rathaus in Lebenstedt kennt man das Problem offenbar sehr gut – und versucht, etwas dagegen zu unternehmen. Auch, indem man noch einmal an die Bürger appelliert.

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Fakt sei schlicht und ergreifend, dass immer mal wieder Abfallerzeuger „in unzulässiger Weise die freie Landschaft als Entsorgungsmöglichkeit nutzen“ – im gesamten Stadtgebiet. Betroffen seien also unterschiedliche Bereiche in der Stadt.

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Insbesondere an den rund 260 Wertstoff-Inseln im Stadtgebiet Salzgitters würden Abfälle aller Art abgestellt – Sperrmüll, Altkleider und Elektrogeräte zum Beispiel. In den öffentlichen Grünanlagen, in Kleingartenanlagen und auf Parkplätzen finde sich beispielsweise Verpackungsmüll von Schnell-Imbissen, aber auch andere Abfälle. Sperrmüll und Grünschnitt würden häufig im Straßenbereich – also in Gräben – und auf Wegen entsorgt.

„Zu beobachten ist, dass die illegale Müllentsorgung in den letzten Jahren zugenommen hat. Diese Tendenz hatte sich durch die Corona-Pandemie und den dadurch begründeten eingeschränkten Deponiebetrieb noch verstärkt“, teilt die Stadt news38.de mit.

Salzgitter: SRB kontrolliert gesamtes Stadtgebiet

Der mobile Umweltdienst des Städtischen Regiebetriebes (SRB) führe daher regelmäßig eigene Kontrollen im gesamten Stadtgebiet durch und gehe allen Hinweisen zu illegalen Müllablagerungen nach. Wenn du irgendwo Müll findest, kannst du das auf dreierlei Weisen melden:

Laut der Stadt Salzgitter hat der SRB in der freien Landschaft vor drei Jahren rund 138 so genannte „Anfallstellen“ abgeräumt. Im Jahr danach waren es drei weniger. Im vergangenen Jahr sei die die Zahl rasant auf 206 angestiegen.

2019 wurden demnach 483 Verfahren wegen illegaler Müllablagerung eingeleitet. Es wurden 246 Verwarngelder und 136 Bußgeldbescheide verhängt. Der Bußgeldrahmen liegt zwischen fünf und 5.000 Euro. In Salzgitter wurden Verwarn- und Bußgelder in der Spanne zwischen 35 Euro und 500 Euro geahndet – je nach Schwere des Einzelfalls.

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Einen besonderen Appell will das Rathaus Salzgitter nicht aussenden – nur so viel: „Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, den gesunden Menschenverstand einzuschalten, den Gemeinsinn im Blick zu behalten und seine Umwelt zu achten.“ (ck)