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Salzgitter: Familie flüchtet aus der Ukraine in die Stadt – „Um heimzukommen, muss das alles aufhören“

Nach "Moskwa"-Untergang: Russland verstärkt Angriffe in der Ukraine

Nach dem Untergang des prestigeträchtigen Kriegsschiffes "Moskwa" hat das russische Militär wieder verstärkt Ziele rund um die ukrainische Hauptstadt attackiert. Auch aus Charkiw und dem Osten des Landes werden Angriffe gemeldet.

Salzgitter. 

„Um heimzukommen, muss das alles aufhören“: Es sind Worte einer ukrainischen Mutter, die mit ihren Kindern aus Kiew nach Salzgitter flüchtete.

Je länger der Krieg in ihrer Heimat andauert, desto größer wird auch ihre Sehnsucht nach ihrem Zuhause. Mit News38 hat sie in Salzgitter über ihre Situation, ihre Erlebnisse und ihre Gefühle gesprochen.

Ehepaar aus Salzgitter nimmt ukrainische Familie auf

Seit mehr als einem Monat lebt Zhanna mit ihren beiden Kindern nun in Salzgitter. Ihre Tochter Emilia ist sieben Jahre alt, ihr Sohn Bogdan vier. Am 9. März erreichten sie Deutschland.

„Unsere Fahrt dauerte drei Tage, einen Tag haben wir an der polnischen Grenze warten müssen“, erinnert sich die ukrainische Mutter im Gespräch mit News38. „In Polen haben wir übernachtet und sind dann direkt weiter nach Salzgitter gefahren.“ Dort fanden sie Unterschlupf bei einer – bis zu dem Zeitpunkt – ihnen komplett fremden Familie. Umso gerührter war Zhanna von dem herzlichen Empfang.

Salzgitter: Ukrainerin hat nur DIESEN Wunsch

Denn Liebe war etwas, dass sie in ihrer Heimat nicht mehr sah. Um das Leben ihrer Kinder und ihr eigenes zu retten, packte sie wenige Sachen ein und machte sich mit dem Auto auf die Reise ins Ungewisse. „Ich denke, dass es die Entscheidung richtig war“, erzählt sie gegenüber News38. „Es war einfach zu gefährlich.“

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Die zuspitzende Grausamkeit in der Ukraine entsetzt Zhanna immer noch. Sie hat nur einen Wunsch: Frieden. „Es sollte Frieden herrschen in dieser Welt. Es ist doch absurd, im 21. Jahrhundert zu kämpfen“, macht sie deutlich. Jeden Tag träumt die Mutter von ihrer Zukunft in Kiew und den eigenen vier Wänden. „Um Heim zu kommen, muss das alles aufhören!“

Salzgitter bietet Kindern Zukunft

Sie ist dankbar über den warmen Empfang in Salzgitter. Die Familie hat nicht nur ein Dach über den Kopf bekommen – ihre Kinder können auch in die Schule und in den Kindergarten gehen. „Einmal in der Woche nehmen wir an einem Deutschkurs teil“, ergänzt Zhanna.

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Wann die dreiköpfige Familie Salzgitter verlassen und nach Kiew zurückkehren kann, ist derzeit ungewiss. Ihre einzige Hoffnung ist, dass Krieg in der Ukraine bald endet. (Karliczek/mbe)