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Salzgitter: Attacke auf A39-Brücke! Umstrittener Bauern-Protest hat Folgen

Unbekannte haben einen Radlader demoliert, der auf einer A39-Brücke in Salzgitter gestanden hatte – inklusive umstrittener Beflaggung.

© Rudolf KARLICZEK

Scholz besorgt über Wut schürendes "toxisches Gemisch"

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich in einer Ansprache besorgt darüber gezeigt, dass Extremisten eigentlich legitime Proteste unterwandern. Scholz sprach in diesem Zusammenhang von einem "toxischen Gemisch".

Tagelang hatte er unbehelligt und gut sichtbar auf einer A39-Brücke in Salzgitter geparkt – jetzt ist er beschädigt worden.

Die Rede ist von dem knallgrünen und umstrittenen Teleskoplader, der in Salzgitter-Lichtenberg stand. Offenbar als Teil der Bauern-Proteste.

Salzgitter: Schwarze Fahne polarisiert

In den sozialen Medien war er schon länger ein Thema – wegen seiner Flagge. Denn tagelang flatterte die Flagge der so genannten Landvolkbewegung über die A39 in Salzgitter (und bundesweit bei zahlreichen Demos). Darauf zu sehen: Ein blutrotes Schwert, das über einem Pflug liegt.

Kritiker werfen der Symbolik eine Nähe zum Nationalsozialismus vor. Geschichtsvergessenheit. Antisemitismus. Historiker sagen, dass die in den 1920ern gegründete Landvolk-Bewegung schnell von Rechtsradikalen besetzt wurde – auch wenn sie kein direkter NSDAP-Ableger gewesen sei.

  • Dieser Radlader stand tagelang auf einer A39-Brücke.
  • Die schwarze Fahne – ein umstrittenes Symbol.

Und heute ist das Symbol dann wieder en vogue. Aus Sicht der damit herumlaufenden Landwirte steht es schlichtweg fürs „Bauern-Sterben“. Nicht mehr und nicht weniger. Auch für die Polizei ist das Symbol offenbar strafrechtlich nicht relevant, sonst hätten die Beamten wohl auch die Flagge in Salzgitter längst einkassiert. Verboten ist sie halt nicht. Aber sie polarisiert.

Salzgitter: Staatsschutz ermittelt

Der Radlader auf der A39-Brücke (John-F.-Kennedy-Straße) allerdings musste „büßen“ – wegen der umstrittenen Flagge oder wegen des Parkens auf dem Gehweg? Unklar. Klar ist: Jemand hat das Fahrzeug ziemlich demoliert. Mehrere Seitenscheiben, die Frontscheibe sowie das Glas eines Frontscheinwerfers seien in der Nacht auf Montag (15. Januar) zertrümmert worden, meldete die Polizei. Am Mittwochmorgen stand er auch nicht mehr auf der Brücke, wie unser Reporter berichtet.


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Inzwischen hat sich auch der Staatsschutz eingeschaltet. Er sucht und bittet Zeugen der Tat, sich zu melden. Die Nummer lautet 05341/18970.