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Grand Prix von Monaco: Hamilton siegt

Lewis Hamilton hat den GP von Monaco gewonnen.
Lewis Hamilton hat den GP von Monaco gewonnen.
Foto: dpa

Monte Carlo. Mit Stallregie und einer weltmeisterlich souveränen Fahrt hat Lewis Hamilton beim unerfreulichen Heimrennen seines deutschen Widersachers Nico Rosberg im WM-Kampf zurückgeschlagen. Der Brite feierte am Sonntag beim Formel-1-Klassiker seinen ersten Sieg seit sieben Monaten und dem WM-Triumph in Austin. Hamilton nutzte das angeordnete Überholmanöver gegen Rosberg in der frühen Phase eines ereignisreichen Regen-und-Sonne-Rennens und profitierte noch von einem verhängnisvollen Reifenstopp von Premieren-Pole-Mann Daniel Ricciardo im Red Bull.

Sechs Runden mussten Weltmeister Hamilton & Co. darauf warten, endlich richtig Gas geben zu dürfen. Denn wegen mehr oder weniger starken Regens musste der Klassiker in Monte Carlo hinter dem Safety Car eingeläutet werden. «Wir sollten das Rennen jetzt endlich starten», funkte dann Hamilton wie auch einige weitere Piloten ungeduldig. Die Sicht sei schließlich besser geworden.

Boxenstop-Panne bei Red Bull bringt Hamilton die Führung

Nirgendwo kommt dem ersten Startplatz so eine Bedeutung zu wie in Monaco: In den vergangenen zwölf Jahren zuvor gewann zehnmal der Fahrer auf der Pole - und Ricciardo ließ keinen Zweifel daran, dass er auch am Sonntag diese Serie auf dem 3,337 Kilometer langen Kurs fortsetzen wollte. Hamilton übernahm nach einem Stopp des Australiers die Führung und erlebte nach seiner Defektserie endlich einen Grand Prix ohne Enttäuschungen. Probleme seien für ihn mittlerweile Normalität geworden, hatte der Weltmeister eingeräumt.

Es entwickelte sich ein Reifenpoker. Hamilton ließ an seinem Mercedes in der 31. Runde den lila markierten ultrasoften Gummi aufziehen. Zwei Umläufe später kam Ricciardo an die Box und erlebte ein Debakel, denn seine Red-Bull-Mechaniker waren für einen Reifenwechsel offensichtlich gar nicht vorbereitet.

Hamilton behielt die Führung und wollte sie natürlich auch nicht mehr hergeben. In einem grenzwertigen Manöver versperrte er dem fast gleichauf fahrenden Ricciardo die Durchfahrt. "Was zum Teufel war das?!", schimpfte der Mann aus Perth. Die Rennkommissare kündigten derweil eine Untersuchung an - sahen aber von einer Strafe für Hamilton ab, dem 2015 eine fatale Durchsage von der Mercedes-Box den Sieg gekostet hatte. Für Spanien-Gewinner Max Verstappen war das hochspannende Rennen nach einem Einschlag in die Mauer mit seinem Red Bull vorzeitig beendet.