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Er weiß wo's juckt: Pistorius kommt zur Eintracht und zum VfL

Niedersachsens Innen- und Sportminister Boris Pistorius (SPD): "Ich suche das Gespräch mit dem ganzen Stadion."
Niedersachsens Innen- und Sportminister Boris Pistorius (SPD): "Ich suche das Gespräch mit dem ganzen Stadion."
Foto: Britta Pedersen/dpa

Hannover/Wolfsburg/Braunschweig. Lasst uns reden – so kann man den Vorstoß von Niedersachsens Innen- und Sportminister Boris Pistorius zusammenfassen. Der SPD-Politiker geht auf die Fußballfans zu und macht eine Runde durch sechs Stadien des Landes.

Pistorius geht auf Fans zu

Pistorius kommt zum Fandialog auch nach Braunschweig und Wolfsburg – konkret stehen Ort und zeit aber noch nicht fest, sagte ein Ministeriumssprecher auf news38.de-Nachfrage. Los geht es kommenden Mittwoch beim SV Meppen.

Die Gesprächsrunden sind das Ergebnis verschiedener Treffen zwischen Pistorius mit den Fanbeauftragten der niedersächsischen Vereine, Vertretern der Fanprojekte sowie Vertretern der Interessengemeinschaft "Unsere Kurve".

Wie entwickelt sich der Fußball?

Pistorius möchte langfristig Kontakt zu den Fanszenen halten: "Bei den vielen Gesprächen, die ich in den vergangenen Monaten geführt habe, sind zahlreiche Themen immer wieder auf den Tisch gekommen: In welche Richtung entwickelt sich der Fußball und was bedeutet das für die Fankultur?"

"Eventisierung" und Kommerzialisierung

Immer öfter werde auch Kritik an der zunehmenden "Eventisierung" und Kommerzialisierung des Fußballs laut. "Darüber möchte ich als jemand, der regelmäßig auch mit Entscheidungsträgern von DFL und DFB in Kontakt steht mit denjenigen, die den Fußball ausmachen, den Fans, sprechen", so Pistorius.

Der Minister will ein Impuls setzen, miteinander und eben nicht übereinander zu sprechen. "Nicht zuletzt weiß ich selbst als jahrzehntelanger Anhänger des VfL Osnabrück, wo es bei den Fans juckt. Diese Themen will ich weiter transportieren und vor allem Auge in Auge diskutieren."