Basketball Löwen Braunschweig 

Mit Schröders Unterstützung: Basketball Löwen starten Saison

Dennis Schröder freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Basketball Löwen (Archivbild).
Dennis Schröder freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Basketball Löwen (Archivbild).
Foto: Peter Steffen/dpa

Wenn für die Basketball Löwen Braunschweig am Samstag die Bundesliga-Saison mit dem Spiel gegen die EWE Baskets Oldenburg beginnt, sitzt der größte Fan in den USA. NBA-Star Dennis Schröder fiebert in Oklahoma City seiner Premieren-Spielzeit als Mehrheitseigner bei den Niedersachsen entgegen.

Win-win-Situation

"Ich freue mich sehr auf die neue Saison", sagte der Spielmacher, der sich derzeit mit seinem neuen Team Oklahoma City Thunder auf die Saison vorbereitet. Im vergangenen März stieg Schröder als Hauptanteilseigner bei seinem Heimatclub ein und übernahm die Anteile der Staake Investment, die nach dem Ausstieg des früheren Namenssponsors und Gesellschafters New Yorker eingesprungen war.

Was Martin Kind bei Hannover 96 in der Fußball-Bundesliga trotz jahrelanger Unterstützung bislang aufgrund der 50+1-Regel nicht durfte, stellte der Profi aus der besten Basketball-Liga der Welt innerhalb von kürzester Zeit auf die Beine. "Eine absolute Win-win-Situation", schwärmte Braunschweigs Geschäftsführer Sebastian Schmidt über die Zusammenarbeit.

Braunschweig im Herzen

Für die "Herzensangelegenheit Braunschweig", wie der 25-Jährige sein Engagement nennt, erhöhte Schröder mit einer Finanzspritze im sechsstelligen Bereich das dringend benötigte Eigenkapital auf 250 000 Euro. Er sicherte dem klammen Club, bei dem er 2011 zum Profi wurde, ehe er zwei Jahre später den Sprung in die NBA zu den Atlanta Hawks schaffte, die Lizenz.

Wie viel Geld der gebürtige Braunschweiger wirklich in den Verein steckt, ist nicht bekannt. Allerdings sollen die Löwen, die vom Budget her und auch sportlich im unteren Mittelfeld anzusiedeln sind, in den kommenden Jahren den Sprung in die Bundesliga-Elite schaffen.

Scouting im Fokus

Die Löwen hoffen zudem auf eine Zusammenarbeit mit Schröders NBA-Team. Hier soll es vor allem um Scouting gehen. Schmidt versucht auch, gewisse Klischees über sein Zugpferd zu entkräften. "Viele haben noch ein falsches Bild von Dennis und kennen nur den durchgeknallten Spieler", berichtete der Geschäftsführer. "Das haben wir in den Gesprächen ganz anders erlebt. Sein Engagement wird der ganzen Liga guttun".