Basketball Löwen Braunschweig 

Löwen Braunschweig entscheiden Herzschlagfinale gegen ALBA in letzter Minute

Bazoumana Kone hat mit den Löwen Braunschweig in letzter Minute das Spiel entschieden.
Bazoumana Kone hat mit den Löwen Braunschweig in letzter Minute das Spiel entschieden.
Foto: imago/Eibner

Braunschweig. Die Basketball Löwen Braunschweig haben das Spiel gegen ALBA Berlin für sich entscheiden können. Am Samstagabend gewannen die heimstarken Braunschweiger nach einer schwachen Vorstellung der Berliner mit 83:79 (42:46). Damit bleibt das Team von Trainer Aito Garcia Reneses weiter auf Platz drei.

Beste Berliner Werfer waren Niels Giffey mit 19 und Landry Nnoko mit 13 Punkten.

Löwen robust, ALBA schwächelt

Die Gastgeber, die zuletzt Mitte Oktober ein Heimspiel verloren hatten, begannen engagiert und sehr körperbetont. ALBA hingegen wirkte unkonzentriert und müde. So lief der Gast sofort einem Rückstand hinterher.

Mit einer 10-Punkte-Führung gingen die Löwen in die zweiten zehn Minuten (28:18). Aber ALBA war jetzt präsenter und hatte Niels Giffey in seinen Reihen, der im zweiten Viertel den Unterschied machte. Nachdem der Nationalspieler im ersten Viertel gar nicht auf dem Parkett gestanden hatte, erzielte er jetzt Punkt um Punkt und führte sein Team an die Löwen heran.

Rückstand der Löwen zur Pause

In der 17. Minute lagen die Gäste dann erstmals knapp vorne (36:37) – auch, weil die Löwen ihren guten Offensiv-Rhythmus gegen die jetzt intensiver verteidigenden Berliner verloren hatten. Lediglich 14 Punkte erzielte das Menz-Team und lag auch bei den Rebounds deutlich zurück (15/22). Trotzdem gingen sie nur mit vier Punkten Rückstand in die Halbzeitpause (42:46).

Jungs wachgerüttelt

"Ich habe die Jungs in der Halbzeit dann richtig provoziert und wachgerüttelt", sagte Frank Menz, der vor der Pause unter anderem mit dem Reboundverhalten seiner Mannschaft nicht zufrieden war. Und seine Ansprache zeigte Wirkung. Joe Rahon verwandelte gleich einen Dreier und anschließend brachten die Löwen ihren Center Scott Eatherton immer besser ins Spiel.

Der hatte zur Halbzeit nur vier Punkte in seiner Statistik stehen und schraubte diese nach 30 Spielminuten auf 13 Zähler hoch. Insgesamt erzielten die Löwen 20 Punkte in diesem Viertel. Aber ganz entscheidend war die Defensivleistung, mit der die Löwen um den stark verteidigenden Shaquille Hines die Berliner im dritten Viertel nur bei zehn Punkten hielten und den letztjährigen Liga-MVP Luke Sikma aus dem Spiel nahmen.

Ende gut, alles gut

Sechs Punkte lag das Menz-Team zu Beginn des letzten Viertels vorne (62:56) und alle im Oval der Volkswagen Halle spürten, dass da was ging. Dieser Glaube manifestierte sich, als Shaquille Hines einen Dunk zum 69:59 (33. Minute) durch die Reuse hämmerte und die Zuschauer von den Sitzen riss! Aber die Berliner, die schwach von außen trafen (15 Prozent Dreierquote), waren noch nicht geschlagen, sondern packten defensiv eine Schippe drauf.

Zwischen der 35. und 39. Minute erzielten die Löwen nur vier Punkte, während die Gäste sich wieder herangepirscht hatten. Bei noch einer Minute Spielzeit stand es 79:79 – und dann war wieder Thomas Klepeisz' Zeit: Der Löwen-Kapitän versenkte 42 Sekunden vor dem Ende eiskalt einen Dreier! ALBA traf im Gegenzug nicht und DeAndre Lansdowne macht dann mit einem Freiwurf den Deckel drauf.(dpa/mvg)