Eintracht Braunschweig 

Eintracht gegen Aue: Rennen bis der Arzt kommt

Szene aus dem September 2016: Jasmin Fejzic (2.v.r) im Streit mit Aues Steve Breitkreuz (2.v.l). Breitkreuz hat zur Saison 2017/18 mittlerweile die Seiten gewechselt.
Szene aus dem September 2016: Jasmin Fejzic (2.v.r) im Streit mit Aues Steve Breitkreuz (2.v.l). Breitkreuz hat zur Saison 2017/18 mittlerweile die Seiten gewechselt.
Foto: dpa

Braunschweig. Nach dem Pokal-Aus gegen Kiel kann Eintracht Braunschweig sich nun voll und ganz auf den Liga-betrieb konzentrieren. Am Freitag geht es gegen Erzgebirge Aue.

Ein mutmaßlich leichter Gegner, haben die Erzgebirgler doch schon zum Start der Saison deftige Probleme: Neucoach Mario Letsch ist nach drei vermurksten Pflichtspielen schon wieder Vergangenheit. Und nach der "krönenden" Pokalpleite gegen Wehen Wiesbaden (0:2) hat Robin Lenk als Interimstrainer bei den Veilchen übernommen.

Können die Blau-Gelben, zumal sie mit den Neuzugängen Louis Samson und Steve Breitkreuz daher Aue-Insider an Bord haben, entspannt in die Partie gehen? Nicht wirklich, meint Torsten Lieberknecht meint vor dem Spiel: "Wir wissen nicht, was auf uns zu kommt." Die Coaches hätten versucht, as Team zu analysieren. "Aber das kannst du jetzt alles in die Tonne kloppen", so Lieberknechts Fazit.

"Rennen bis der Arzt kommt"

"Es ist immer gefährlich, wenn ein Verein kurz zuvor einen Trainer entlassen hat. Das kann für frischen Wind sorgen und den Konkurrenzkampf beleben. Wir sind durch die Niederlage im DFB-Pokal gewarnt und wollen in der Liga natürlich die nächsten drei Punkte holen", urteilte Breitkreuz zum Spiel gegen seinen Ex-Verein.

Was also tun? Lieberknecht setzt nach der Pleite von Kiel auf die Zweikampfvorbereitung – wohlwissen, dass die Veilchen mit debn gleichen Problemen zu kämpfen haben. "Ich erwarte von meiner Mannschaft eine deutliche Verbesserung beim Zweikampfverhalten", so die klare Ansage.

Ob das Spiel demnach Gefahr laufe ein "Rennen bis der Arzt kommt zu werden"? Nein, Gefahr laufe es nicht, –"das wird definitiv so sein", ist sich der Coach schon jetzt sicher. Auf Patrick Schönfeld und Domi Kumbela wird dabei er weiterhin verzichten müssen.

Decarli in Brügge

Bis zum 31. August kann der sportliche Leiter Marc Arnold rein theoretisch noch in Sachen Verstärkung tätig werden. Dass sich Saulo Decarli derzeit zum Check in Brügge befindet, konnte er bestätigen. Ob der Transfer zustande kommt oder nicht, ließ er aber noch offen. "Wir haben immer gesagt, dass sich auch in den letzten Wochen noch etwas tun kann", gab sich Arnold geheimniskrämisch.

Beim Thema Pyrotechnik schlägt sich der Sportliche Leiter erst einmal auf die Seite von DFB-Präsident Reinhard Grindel. Er könne nur unterstützen, dass das Miteinander der Fangruppen wieder großgeschrieben werden müsse. Den Vorschlag von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius ließ er abblitzen: "Grundsätzlich halte ich es für gefährlich, Pyrotechnik im Stadion einzusetzen."

400 bis 500 Gästefans erwartet die Eintracht am Freitagabend an der Hamburger Straße. Nichtöffentliches Abschlusstraining für die Löwen ist am Donnerstag um 18 Uhr. Der Ball rollt dann ab 18.30 Uhr im Stadion.