Eintracht Braunschweig 

DFB verurteilt Aue-Banner in Braunschweig

Braunschweigs Ken Reichel im Duell mit Aues Torschützen Dimitrij Nazarov. Im Auswärtsblock kam es zu einem Eklat.
Braunschweigs Ken Reichel im Duell mit Aues Torschützen Dimitrij Nazarov. Im Auswärtsblock kam es zu einem Eklat.
Foto: dpa

Frankfurt/Braunschweig/Aue. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat eine Entgleisung von Anhängern des Fußball-Zweitligisten FC Erzgebirge Aue scharf verurteilt und Konsequenzen gefordert. Im Spiel bei der Eintracht am Freitagabend (1:1) war im Auer Block ein Banner mit der Aufschrift "Sportgerichtsbarkeit = Vereinsholocaust" gezeigt worden.

Ausschuss ermittelt

In einer am Sonntag veröffentlichten Pressemitteilung verlangt der DFB von den Verantwortlichen eine Entschuldigung und von der Fanszene in Aue eine deutliche Distanzierung. Er kündigte ein Ermittlungsverfahren des DFB-Kontrollausschusses an.

"Das Banner verharmlost in nicht hinnehmbarer Weise die Verbrechen des Nationalsozialismus und verhöhnt damit die Opfer des menschenverachtenden Holocaust", heißt es in der DFB-Mitteilung.

Keine Toleranz

Das Banner aus Aue lasse trotz des Dialogangebotes des Verbandes an die Ultra-Szene keine Toleranz oder Ermessen zu, niemand dürfe im Bewusstsein des historischen Kontextes darüber hinwegsehen, betont der DFB.

Die Auer Fanabteilung hat inzwischen Stellung genommen: