Eintracht Braunschweig 

Eintracht: Mit Schrumpf-Kader gegen St. Pauli

Das letzte Aufeinandertreffen an der Hamburger Straße konnten die Gäste mit 2:1 für sich entscheiden (Archivbild).
Das letzte Aufeinandertreffen an der Hamburger Straße konnten die Gäste mit 2:1 für sich entscheiden (Archivbild).
Foto: dpa

Braunschweig. Mit einem ungewöhnlich kleinen Kader empfängt Eintracht Braunschweig am Sonntag den FC St. Pauli: Nur 18 Mann stehen Chef-Trainer Torsten Lieberknecht am 9. Spieltag zur Verfügung. Nach der 1:2-Niederlage in Regensburg - das Spiel hatten die Löwen mit acht Mann beenden müssen - fehlen Mirko Boland (Gelb-Rot-Sperre), Maximilian Sauer und Salim Khelifi (beide Rotsperre) im Kader.

Auf die verletzungsgeplagten Ken Reichel, Hendrick Zuck und Christoffer Nyman wird Lieberknecht ebenfalls nicht setzen können. Auch "Schönfeld und Breitkreuz sind noch nicht so weit", sagte der Coach am Freitag. Wer nicht hundertprozentig fit ist, werde auch nicht spielen. "Auf dem Platz stehen definitiv elf gesunde Spieler" ergänzte er.

"Die große Chance"

Den vielen Ausfällen kann der Trainer dann aber doch noch etwas Positives abgewinnen: "Das ist die große Chance für Jungs, die bisher im Hintergrund waren, in den Vordergrund zu kommen".

Taktisch erwarten die Löwen ein schwieriges Spiel gegen die Hamburger: "Unsere Jungs müssen das Spiel des Gegners mitlesen, um effektive Offensivaktionen zu starten". Die zweite Liga habe "viele ambitionierte Mannschaften, St. Pauli gehört auch dazu", so der sportliche Leiter Marc Arnold.

Viele Gästefans

Einen Tag nach der Generalaussprache zwischen Fans und Vereinsführung will Lieberknecht weiter auf Dialog setzen: "Da sind wir alle aufgefordert, nicht nur zu helfen, sondern auch zuzuhören und entsprechende Dinge umzusetzen".

Für das Spiel gegen St. Pauli am Sonntag muss er jedoch voraussichtlich auf den sonst so lautstarken Support von der Südkurve verzichten. "Wir müssen uns weiter darauf einstellen, dass aus Block 9 wenig Unterstützung kommt", sagte Lieberknecht. Er hoffe trotzdem darauf, dass sich das ganze Stadion hinter die Eintracht stellt: "Bei 2.300 Gästefans von St. Pauli kann sich das für uns auch schnell wie ein Auswärtsspiel anfühlen".

Anpfiff der Partie gegen die Kiezkicker ist am Sonntag, 1. Oktober, um 13.30 Uhr.