Eintracht Braunschweig 

Eintracht bringt einen Punkt aus Dresden mit

Gustav Valsvik jubelt über seinen Treffer zum 1:1-Ausgleich. Er sicherte der Eintracht wenigstens einen Auswärtspunkt.
Gustav Valsvik jubelt über seinen Treffer zum 1:1-Ausgleich. Er sicherte der Eintracht wenigstens einen Auswärtspunkt.
Foto: dpa

Braunschweig/Dresden. Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte hat sich Eintracht Braunschweig am Sonntagabend ein 1:1 (0:1) im Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden erkämpft. Mann des Tages aus Braunschweiger Sicht war Gustav Valsvik, der in der 60. Minute per Kopf eine Vorlage von Salim Khelifi verwandelte.

Das Spiel hatte zwei Stunden später als ursprünglich geplant begonnen: Weil die Bahn wegen Sturmtiefs "Herwart" am Sonntagmorgen den Zugverkehr in Norddeutschland eingestellt hat, fiel auch der Fan-Sonderzug von Braunschweig nach Dresden aus. Und es dauerte eben, bis die Ersatzbusse die Löwen-Anhänger in die sächsische Hauptstadt gebracht hatten...

Doch was die Fans anfangs zu sehen bekamen, ließ sie am Sinn des ganzen Reise-Aufwands zweifeln: Dynamo diktierte das Spiel, während die Abwehr der Gäste von Beginn an ins Schwimmen geriet. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Eintracht einem Rückstand hinterher rennen musste.

Die Befürchtungen wurden schon in der 12. Minute Wirklichkeit: Eine Minute, nachdem sich Valsvik eine Gelbe Karte wegen Handspiels bei einem Abwehrversuch abholte, schlug es im Kasten von Jasmin Fejzic ein; Patrick Möschl war der Torschütze.

Langer Anlauf

Erst zum Ende der ersten Hälfte kam die Eintracht etwas besser ins Spiel - jedoch nur dank der Mithilfe der Gastgeber: Dynamo schaltete einen Gang zurück und verwaltete die Führung - doch der Löwen-Angriff war nicht in der Lage, daraus Kapital zu schlagen. Julius Biada vergab in der 17. und der 31. Minute zwei große Chancen zum Ausgleich.

Für die zweite Halbzeit hatte Trainer Torsten Lieberknecht seiner Mannschaft offenbar eine Konter-Taktik verordnet: Hernandez/Khelifi und Sauer/Reichel lauteten unter anderem die Konter-Paarungen - doch erst eine Ecke von Salim Khelifi und der daraus folgende Kopfballtreffer von Valsvik sorgten für Erlösung der Löwen.

Großchancen für Abdullahi

Erst von da an war der Siegeswille der ersatzgeschwächten Eintracht-Elf zu spüren: Vor allem der eingewechselte Suleiman Abdullahi hatte es mit zwei Chancen in der Schlussphase auf dem Fuß, für einen Dreier zu sorgen - in der 89. und 92. Minute vergab er.

So blieb es bei der Punkteteilung, die für beide Mannschaften eigentlich zu wenig ist: Eintracht hängt mit 16 Punkten und Platz 10 im Mittelfeld fest, zwei Plätze dahinter folgt Dynamo mit 14 Zählern.

Eintracht Braunschweig: Fejzic; Breitkreuz, Valsvik, Kijewski; Sauer (82. Becker), Biada (74. Abdullahi), Samson, Reichel; Khelifi (68. Zuck), Öz, Yilcdirim, Hernandez.