Eintracht Braunschweig 

Stadionverbot aufgehoben: Bewährung für 127 Eintracht-Fans

127 mit einem bundesweiten Stadionverbot belegte Eintracht-Fans dürfen jetzt wieder zu den Spielen - zunächst auf Bewährung (Archivfoto).
127 mit einem bundesweiten Stadionverbot belegte Eintracht-Fans dürfen jetzt wieder zu den Spielen - zunächst auf Bewährung (Archivfoto).
Foto: Archiv

Braunschweig. Fußballspiele der Eintracht könnten bald schon wieder besser besucht sein: 127 mit einem bundesweiten Stadionverbot belegte Eintracht-Fans dürfen ab sofort wieder Partien besuchen - auf Bewährung. Wie die Braunschweiger Zeitung berichtet, ist damit die Mehrzahl der 180 im Anschluss an das Zweitliga-Derby gegen Hannover 96 im April vergangenen Jahres mit einem Stadionverbot belegten Fans "begnadigt".

Dem Schritt vorausgegangen war ein von Vertretern beider Vereine organisierter Workshop, in dem die Hooligans ihr Verhalten aufarbeiteten. Neben 127 Braunschweiger Fans waren auch 125 Hannoveraner dabei. Wie die Blau-Gelbe-Hilfe am Freitag per Facebook mitteilte, "erreichte uns die erhofft positive Nachricht aus Hannover, dass Teilnehmer des Workshops, die ein Stadionverbot rund um die Vorfälle des Derbys in Hannover erhalten haben, ab sofort zur Bewährung ausgesetzt werden."

Vorbild für andere Vereine?

Gleichzeitig hofft der Verein darauf, dass das Projekt eine Art "Pilotcharakter für andere Standorte haben könnte". Denn es zeige, "dass es möglich ist, das Thema Stadionverbote neu zu überdenken und alternative Wege zur bisherigen Praxis zu finden".

Bis Sonntag sollten die bislang gesperrten Fans die Nachricht über ihre Bewährung "per Post zugestellt bekommen". Damit können sie live beim Spiel zwischen Eintracht Braunschweig und Union Berlin am Sonntag im Eintracht-Stadion dabei sein.