Eintracht Braunschweig 

"Unzumutbare Behandlung": Eintracht-Fans beschweren sich

Eintracht-Fans müssen auf Auswärtsfahrten einiges erdulden (Archivbild).
Eintracht-Fans müssen auf Auswärtsfahrten einiges erdulden (Archivbild).
Foto: Frank Molter/dpa

Braunschweig/Rostock. Die Sonne knallt von oben - Eintracht-Fans werden in einen überfüllten Bus gesteckt - ohne Klimaanlage und mit geschlossenen Fenstern. Laut des Vereins "Blau-Gelbe-Hilfe" (BGH) wurden Eintracht-Fans beim Auswärtsspiel in Rostock "unzumutbar" behandelt.

Zuerst übliches Prozedere

Alle Eintracht-Fans sollten am Bahnhof in Rostock parken, um von dort aus mit Shuttlebussen zum Ostseestadion gebracht zu werden. "Das ist leider seit Jahren oftmals Alltag und wäre natürlich keiner Erwähnung wert", so Jendrik Pufahl, stellvertretender Vorsitzende der "Blau-Gelben-Hilfe".

"Wenn die Fans allerdings in vollkommen überfüllten Bussen längere Zeit in der prallen Sonne, ohne Klimaanlage und mit geschlossenen Fenstern warten müssen, ist das unzumutbar", so Pufahl weiter.

Die Polizei in Rostock sieht die Lage ganz anders: "Es stimmt tatsächlich, dass die Busse etwas später abgefahren sind. Das lag aber an den Eintracht-Fans selbst, denn die Ultras haben beschlossen, dass sie vorne fahren müssen und sind deswegen nochmal ausgestiegen. Alle anderen mussten warten, bis die Plätze getauscht wurden", sagt Yvonne Hanske, Pressesprecherin der Polizei Rostock.

Griff in den Schritt

Die "BGH" fordert eine bessere Organisation der Fantransporte. Laut der "BGH" ging es dann noch unschön weiter: Einige Fans sollten sich eine "extreme Sonderkontrolle" unterziehen. Es wurde alles kontrolliert - auch unterhalb der Gürtelline. "Bei gezielten Griffen in die Genitalien hört es wirklich auf", fordert Pufahl.

Fanbetreuer waren vor Ort aktiv und wehrten sich gegen die Kontrollmaßnahmen. "Gefunden wurde bei den ganzen Kontrollen übrigens nichts", sagt Pufahl.

Die "Blau-Gelbe-Hilfe" ist eine Organisation aus der Braunschweiger Fanszene, welche bei Problemen mit der Eintracht, der Polizei und der Justiz helfen möchte.

Das zweite Saisonspiel in der 3. Liga bei Hansa Rostock hat die Eintracht mit 0:2 verloren.