Eintracht Braunschweig 

Stadionverbote aufgehoben – Eintracht-Anhänger auf Bewährung drinnen

Szenen nach dem Abpfiff des Relegations-Rückspiels zwischen Eintracht Braunschweig und dem VfL Wolfsburg.
Szenen nach dem Abpfiff des Relegations-Rückspiels zwischen Eintracht Braunschweig und dem VfL Wolfsburg.
Foto: dpa

Braunschweig. Zwölf Eintracht-Anhänger dürfen ab sofort wieder ins Stadion. Ihr Stadionverbot wurde auf Bewährung ausgesetzt, schreibt die Blau-Gelbe Hilfe (BGH). Der Verein setzt sich in Braunschweig für Fanrechte ein.

Workshop "Friedliches Stadionerlebnis"

Zum dritten Mal wurde der Workshop "Friedliches Stadionerlebnis" angeboten, 15 Teilnehmer waren diesmal dabei. Zwölf von ihnen dürfen schon am Samstag gegen Uerdingen wieder ins Stadion. Ein weiteres Stadionverbot wird in der Winterpause ausgesetzt, die anderen beiden sollen zeitnah folgen.

Stadionverbote nach drei Vorfällen

Bei den Workshop-Teilnehmern handelt es sich nach BGH-Angaben um Eintracht-Anhänger, die in der Saison 2016/17 nach den Vorkommnissen beim Auswärtsspiel in Hannover und beim Heimspiel in der Relegation gegen Wolfsburg sowie in der letzten Spielzeit bei der Auswärtspartie in Kiel Stadionverbote erhalten hatten.

Vereine und Polizei prüfen jeden Fall

Der Workshop war die Voraussetzung dafür, dass die Betroffenen auf Bewährung wieder zurück in die Fankurve dürfen. Die Teilnahme allein reicht aber nicht: Sowohl die betroffenen Vereine als auch die Polizei haben jeden Einzellfall noch mal geprüft – und dann ihr Okay gegeben.

Workshop bald anerkannte Maßnahme?

"Wir sind auf dem Weg, den Workshop als anerkannte Maßnahme zu etablieren", schätzt Jendrik Pufahl, der stellvertretende Vorsitzende der BGH, die Entwicklung ein. "Wie schon bei den ersten beiden Workshops zeigten sich die Vereine auch diesmal offen für diesen Weg. Sehr erfreulich ist zudem, dass dieses Mal auch die Polizei für alle ausgesetzten Stadionverbote eine positive Bewertung abgab." (ck)