Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig: Mitglieder-Bündnis plant Neustart innerhalb des Vereins

In einem Schreiben kündigt die „Initiative Eintracht“ nicht weniger als eine Übernahme des Vereins an.
In einem Schreiben kündigt die „Initiative Eintracht“ nicht weniger als eine Übernahme des Vereins an.
Foto: Imago/ Eibner

Braunschweig. Bei Eintracht Braunschweig läuft's nicht. Aktuell belegt der Drittligist den letzten Platz in der Tabelle. Am Montagabend haben die Löwen mit Preußen Münster ein echtes Brett vor der Brust.

Intern rumort es ebenfalls mächtig. Vor der Jahreshauptversammlung am 6. Dezember kündigt die „Initiative Eintracht“ nun nicht weniger als eine Revolution an.

„Grundsätzliche und strukturelle Probleme erkannt“

„Diese Gruppe, bestehend aus langjährigen Vereinsmitgliedern, hat sich nach eigenen Angaben mit der Aufarbeitung des sportlichen Abstiegs befasst und dabei, nicht völlig überraschend, grundsätzliche und strukturelle Probleme erkannt“, verkündet sie in einer Mitteilung. Für die anstehende Jahreshauptversammlung habe man nun vier Einträge eingebracht: „Darunter auch die Forderung nach der Entlassung von Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt.“

Ihm, so der Wunsch von „Initiative Eintracht“, soll ein zweiter Geschäftsführer zur Seite stehen. Bisher ist Soeren Oliver Voigt alleinige Geschäftsführer.

Hier kannst du das ganze Schreiben der „Initiative Eintracht“ nachlesen.

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Robin Koppelmann: „Wir wollen keine Palastrevolution!“

In ihrem Schreiben fordern die Fans jedoch weitere strukturelle Veränderungen und wünschen sich mit Ex-Profi Tobias Rau und Robin Koppelmann, der als Sprecher des Fanrats bekannt ist, Neubesetzungen für den Aufsichtsrat.

Letzterer distanziert sich von der radikalen Stoßrichtung, die aus der Mitteilung der „Initiative Eintracht“ herausgelesen werden könnte: „Wir wollen keine Palastrevolution, wir wollen keine vermeintlich 'alten Rechnungen' begleichen und eine 'Fanübernahme'“, sagt Koppelmann, der für ein Bündnis von Eintracht-Mitgliedern spricht. „Uns geht es allein um den Verein, der für uns alle mehr als ein Hobby geworden ist.“

Koppelmann kritisiert, dass „ohne den Überbau eines kompetenten Sportdirektors Entscheidungen gefällt wurden, die uns einen letztlich zu dünnen Kader und einen netten aber völlig ungeeigneten Trainer beschwert haben“. Das sei der „Kardinalfehler“ aus der näheren Vergangenheit gewesen.

Um die strukturellen Probleme bei Eintracht Braunschweig zu anzugehen, wurde Koppelmann nun von Eintracht-Mitgliedern für einen Sitz im Aufsichtsrat vorgeschlagen. Über die eingereichten Anträge wird bei der kommenden Jahreshauptversammlung abgestimmt. (mb/ak)