Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig: Polizei Osnabrück will BTSV-Anhänger aussperren – und dagegen richtet sich Widerstand

Die Polizei  will verhindern, dass einige Anhänger von Eintracht Braunschweig zu den Spielen nach Lotte oder Osnabrück reisen. Die Blau-Gelbe Hilfe kritisiert diese Maßnahme scharf (Archivbild).
Die Polizei will verhindern, dass einige Anhänger von Eintracht Braunschweig zu den Spielen nach Lotte oder Osnabrück reisen. Die Blau-Gelbe Hilfe kritisiert diese Maßnahme scharf (Archivbild).
Foto: imago/osnapix

Braunschweig/Osnabrück. Die "Blau-Gelbe Hilfe" (BGH) übt scharfe Kritik an der Polizei Osnabrück. Hintergrund sind verhängte Betretungsverbote für einige Anhänger von Eintracht Braunschweig für die Auswärtsspiele gegen die Sportfreunde Lotte (7. April) und den VfL Osnabrück (24. März).

Betretungsverbote für Eintracht Braunschweig-Anhänger

Nach Meinung der Fan-Helfer kriminalisiert die Polizei die Betroffenen und schränkt sie in ihren Grundrechten ein. "Aus unserer Sicht grenzen die allgemeinen Begründungen an Absurdität", verurteilt BGH-Vorsitzender Jendrik Pufahl die Argumentation der Polizei.

Polizei: "Besondere Brisanz" in Lotte und Osnabrück

Der BGH liegen nach eigenen Angaben entsprechende Schreiben vor. Darin begründe die Polizei das Verbot in Lotte mit dem Anreiseweg über Osnabrück. Die Rede sei von einer besonderen "Brisanz" – wegen der aktuellen Tabellensituation "und gleichzeitiger Rivalität" zwischen den Anhängern des VfL Osnabrück und Eintracht Braunschweig.

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Es sei "daher aus den Erfahrungen mit den Ultra-Szenen zu erwarten, dass bereits anlässlich des Spiels in Lotte ein Konkurrenzverhältnis […] aufgebaut werden soll".

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Die Betretungsverbote für das Spiel in Osnabrück begründe die Polizei demnach damit, dass dass gewaltbereite Anhänger aus Osnabrück "Provokation, Beleidigung, Gewalt und Verstöße gegen sprengstoffrechtliche Vorschriften als legitimes Mittel" des "Konkurrenzkampfes ansehen".

Blau-Gelbe Hilfe bietet Hilfe an

Sie würden "markante Strecken-Abschnitte der Laufwege aufsuchen und gezielt die gegnerischen Anhänger provozieren". Außerdem würde eine größere Anzahl an gewaltbereiten Eintracht Braunschweig-Fans nach Osnabrück reisen.

Für die BGH ist das alles ein Unding: Polizeiliche Erfahrungen mit der Szene in Osnabrück sollen also dem Anschein nach für Betretungsverbote gegen Eintracht-Fans herhalten, heißt es.

"Mit hypothetischen Gefahrenlagen werden die Betretungsverbote, welche die Betroffenen stark in Ihren Persönlichkeitsrechten einschränken, begründet", so die Bewertung des BGH-Vorsitzenden Pufahl.

Demnach haben die Betroffenen nur noch bis kommenden Freitag (1. März) Zeit, angemessen auf die Anhörungen zu reagieren: "Die betroffenen Fans können sich gern umgehend an uns wenden, gemeinsam erörtern wir dann die rechtlichen Möglichkeiten mit unseren Anwälten", so die BGH. (ck)