Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig jubelt und André Schubert schwärmt wegen DIESER Szene – „Kleine Momente, die wichtig sind“

Stephan Fürstner jubelt über das 1:0.
Stephan Fürstner jubelt über das 1:0.
Foto: Imago/Hübner

Braunschweig. „Oh wie ist das schön“, hallte es von den mit 18.000 Zuschauern gut gefüllten Rängen des Eintracht-Stadions am Sonntagmittag.

Eintracht Braunschweig klettern nach dem 3:0-Sieg gegen den SV Meppen erstmals seit dem 3. Spieltag auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

Eintracht Braunschweig siegt gegen Meppen: Das sagen die Trainer

Ein Befreiungsschlag für die Löwen! Doch Eintracht Braunschweig-Coach André Schubert war im Anschluss bemüht, die Bedeutung des Erfolgs ein wenig herunter zu spielen.

Der Sieg tue gut, aber auch wenn die Löwen jetzt wieder über dem Strich stehe, sei nach wie vor nichts gewonnen. „Das ist nicht entscheidend, mit der Punktezahl steigen wir ab, die anderen auch. Das heißt wir müssen noch punkten. Da haben wir heute wieder drei Punkte dazu gewonnen, das ist wichtig.“

Schubert freute sich am Mikro bei „Magenta Sport“ vor allem darüber, dass sein auch nach kritischen Momenten nicht den Kopf verlor. „Spiele haben kleine Momente, die wichtig sind. Da musst du physisch stabil bleiben.“ Dass sei seinem Team etwa nach dem Pfostentreffer durch Meppen in Halbzeit eins gelungen. „Wenn du dann ein Tor machst, spielst du auch besser Fußball“, so Schubert weiter.

Schubert über Kapitän Pfitzner: „Kann machen, was er will“

Angesprochen auf die beiden aus Braunschweiger Sicht glücklichen Elfmeter-Entscheidungen, erinnerte Schubert an den umstrittenen Platzverweis gegen Kaiserslautern. „Das ist schwer zu sagen. Aber mich fragt auch keiner mehr, ob es am Mittwoch Rot war, als wir 70 Minuten in Unterzahl spielen müssen. Wir müssen es hinnehmen und Punkt.“

Umso cooler habe sein Kapitän Marc Pfitzner die beiden Elfmeter reingeschoben: „Er kann machen was er will, die würden ihn nie auspfeifen. Aber das macht er gut, hoffe er macht das weiter so.“

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Neidhardt hadert bei Rückkehr

Sein Gegenüber Meppens Coach Christian Neidhardt sah die Elfmeter-Entscheidungen etwas anders und haderte bei seiner Rückkehr in seine Geburtsstadt mit dem Referee: „Mich ärgern die Entscheidungen, weil du innerhalb von 5 Minuten zwei Elfmeter kriegst, wo man sich sicherlich drüber streiten kann.“

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Danach sei der Käse gegessen gewesen: „Nach den Elfmetern war es schwer zurück zukommen. Braunschwieg hat den Laden dicht gemacht. Desgwen muss man das so hinnehmen wie es ist.“

Das Ergebnis spiegelte aus seiner Sichte nicht in den eigentlichen Spielverlauf wieder. „Der Frust ist groß. Das 3:0 hört sich viel an.“ Dabei sei es gerade in der ersten Hälfte ein Spiel auf Augenhöhe gewesen. „Wir machen leider die Dinger nicht, Braunschweig hat eine Chance genutzt.“

Die weiteren Stimmen:

Manuel Janzer:

"Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und verdient gewonnen. Meppen war heute brandgefährlich nach Standards. Klar freuen wir uns über das Tabellenbild, aber es sind noch einige Spiele zu spielen. Man hat heute auch wieder gemerkt, wie die Fans uns bei jedem Ballkontakt pushen. Für mich war das ein klarer Elfmeter, weil ich unten am Fuß getroffen wurde."

Marc Pfitzner:

"Ich habe in der Vergangenheit schon viele Elfmeter reingemacht und so auch heute wieder. Es ist nicht ganz so relevant, wo wir jetzt stehen, sondern wo wir am Ende der Saison stehen. Die Meppener haben in den letzten Spielen gut gespielt und waren ein starker Gegner, der uns viel abverlangt hat."

Stephan Fürstner:

"Am Ende der Englischen Woche so ein Spiel abzuliefern, hat schon viele Körner gekostet. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt das 1:0 gemacht, weil Meppen ein wirklich guter Gegner war. Die Tabelle ist nur eine Momentaufnahme, das wird noch ein heißer Ritt werden." (ms)