Eintracht Braunschweig 

Spuck-Attacke bei Eintracht Braunschweig-Spiel: "Opfer" Benjamin Kessel in der Kritik – "Unschöne Worte gefallen"

1860-Spieler Efkan Bekiroglu wird von Stephan Fürstner weggehalten. Er hatte zuvor Benjamin Kessel angespuckt.
1860-Spieler Efkan Bekiroglu wird von Stephan Fürstner weggehalten. Er hatte zuvor Benjamin Kessel angespuckt.
Foto: Imago/Huebner

Braunschweig. Wenn zwei Löwen aufeinandertreffen, wird es bissig. Das war klar beim Aufeinandertreffen zwischen Eintracht Braunschweig und 1860 München.

Aber am Ende wurde es auch unschön. Denn 1860-Spieler Efkan Bekiroglu spuckte Braunschweigs Benjamin Kessel nach Schlusspfiff an.

Die TV-Bilder zeigen: Bekiroglu geht auf Kessel zu, als dieser sich gerade nach der letzten vergebenen Chance aufrichten wollte und spuckte.

Eintracht Braunschweig: Bierofka entschuldigt sich nach Bekiroglus Spuck-Attacke

"Emotionen gehören zum Fußball. Das ist aber aufs Schärfste zu verurteilen. Wir werden mit Effe sprechen. Angeblich sind davor ein paar unschöne Worte gefallen, die ich hier nicht wiedergeben will", meinte Löwen-Sportchef Günther Gorenzel bei "Magenta Sport" nach dem Spiel.

Was für unschöne Worte gefallen sein sollen, verriet er nicht. Nur so viel: "Ich habe gehört, was davor auf dem Platz für Worte gefallen sind. Die will ich hier jetzt nicht wiedergeben, und die kann man natürlich nicht auf Bildern festhalten. Von dem her verstehe ich zum Teil die Emotionen. Es gehört aber auch dazu, dass wir die Emotionen kontrollieren und unsere Spieler diese im Griff haben."

Eintracht Braunschweig-Mittelfeldmann Kessel wollte den 1860-Spielmacher danach zur Rede stellen, war nicht mehr zu bändigen. Erst mithilfe von einigen Ordnern konnte die Rudelbildung aufgelöst werden. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel entschuldigte sich 1860-Coach Daniel Bierofka: "Ich möchte mich bei Eintracht Braunschweig, bei André Schubert und bei dem Spieler für die Entgleisung meines Spielers Bikoroglu entschuldigen. Das darf einfach nicht sein, was er da gemacht hat. Wir vertreten bestimmte Werte im Verein, das darf einfach nicht vorkommen."

Schubert: "Große Geste"

André Schubert, der bei der Rudelbildung schlichtend eingriff, nahm die Entschuldigung an: "Große Geste, danke dafür. Selbstverständlich nehmen wir die Entschuldigung an. Emotionen gehören zum Fußball dazu, dafür lieben wir ihn ja auch."

Zum Spiel sagte der BTSV-Übungsleiter: "Die ganze Spielzeit haben wir das Spiel dominiert, den Gegner kontrolliert. Obwohl wir viel in die Offensive investiert haben, haben wir defensiv nichts zugelassen. Nach dem 0:1 musste wir mehr ins Risiko gehen. Meine Mannschaft hat sich mit allem, was sie hatte gegen diese Widerstände gewehrt. Ich freue mich, dass wir uns am Ende noch belohnt haben. Es war ein gutes Spiel von uns, ein heißer Fight. Die Fans waren super, die Stimmung war einfach klasse.

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Sein Gegenüber Daniel Bierofka gab zu: "Das Unentschieden ist aber absolut verdient, weil es Braunschweig zu 100 Prozent verdient hat, hier auszugleichen."

Glücklich war Braunschweigs Joker Julius Düker. Er sagte nach seinem erlösenden Ausgleichstreffer: "Ich freue mich über mein Tor, aber wir wollten eigentlich den Dreier hier behalten. Wir haben mal wieder gezeigt, dass wir eine gute Moral haben und wir hätten hinten heraus sogar noch gewinnen können. Das Spiel mit dem Ball hat heute gut geklappt, aber vielleicht hat am Ende ein bisschen die Genauigkeit gefehlt."

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Kollege Nils Rütten haderte mit dem unglücklichen Gegentor. "Wenn man bis zur 89. Minute mit 0:1 hinten liegt, dann freuen wir uns natürlich über den Ausgleich. Allerdings sind wir nicht zufrieden, weil wir mehr vom Spiel hatten. Wir waren auf den Gegner wieder gut eingestellt und müssen einfach früher den Treffer erzielen. Wir können jetzt dennoch mit Selbstvertrauen nach Osnabrück fahren." (ms)