Eintracht Braunschweig 

Ultra-Umzug bei Eintracht Braunschweig? In der Fanszene brodelt es

Die Ultras von Eintracht Braunschweig erhoffen sich vom Blockwechsel langfristig bessere Stimmung (Archivbild).
Die Ultras von Eintracht Braunschweig erhoffen sich vom Blockwechsel langfristig bessere Stimmung (Archivbild).
Foto: imago/Zink
  • Eintracht Braunschweig-Ultras wollen umziehen.
  • Aus Block 9 soll Block 7 werden.
  • Dagegen richtet sich aber Widerstand.

Braunschweig. Am Tag vor dem wichtigen Heimspiel gegen Großaspach gibt es bei Eintracht Braunschweig weiterhin Nebengeräusche. Und die kommen aus der Südkurve.

Seitdem die Ultra-Szene auch offiziell über einen Umzug von Block 9 in Block 7 nachdenkt, wird innerhalb der Fanszene leidenschaftlich diskutiert. Zuletzt bei einem Fan-Treffen am Mittwochabend.

Nach wie vor gibt es Kritik an dem geplanten Umzug der rund 500 Ultras. Dauerkartenbesitzer, die teils seit Jahren in Block 7 stehen, fühlen sich übergangen. Sie wollen den Block-Wechsel verhindern. (>>hier alles zu den Plänen)

Eintracht Braunschweig konzentriert sich zunächst aufs Sportliche

Man sei kein Gegner der Ultra-Kultur, heißt es am Freitag in einem Fan-Schreiben. Aber man sehe einige Probleme und halte den Umzug daher als nicht zielführend: "Jeder Anhänger von Eintracht Braunschweig soll weiterhin selbst entscheiden, auf welche Art und Weise er seinen Verein unterstützen möchte."

Eintracht Braunschweig hatte angekündigt, den Prozess zu begleiten – ganz neutral und ergebnisoffen, wie der Fan-Beauftragte Eric Lieberknecht betonte. Einen möglichen Praxistest werde es aber nicht mehr in dieser Saison geben, der Überlebenskampf der Eintracht sei da zu wichtig.

In dem Fan-Appell am Freitag heißt es, dass die Block 7-Steher das Dialog-Angebot zwar annehmen sollten. Gleichzeitig sollten sie und alle anderen indirekt betroffenen Fans dem Verein schriftlich mitteilen, dass sie gegen die Pläne sind.

Braunschweig-Fans aus Block 7 starten Petition gegen Ultra-Pläne

Gleichzeitig haben die Gegner auch eine Petition gestartet: "Wir wollen mit dieser Petition und Stellungnahme allen Eintracht-Fans eine Plattform bieten, die mit einem Umzug der Ultra-Szene aus Block 9 in Block 7 nicht einverstanden sind", heißt es.

Die "Siebener" begründen ihre Kritik unter anderem mit drohender Sichtbehinderung durchs Fahnenschwenken. Außerdem gebe es viele Fans, die ihren geliebten Block 7 einfach nicht verlassen wollen.

"In Block 7 und 6 stehen viele Bekannte, Freunde und Grüppchen, die sich schon lange kennen und die mit ihrem Standort im Stadion ein zweites Stück zu Hause - ohne Fahnen und Pyrotechnik - gefunden haben", steht in dem Aufruf. Diesen Menschen dieses Stück zu Hause zu nehmen, finde man falsch falsch.

Jeder habe seine Blockwahl bewusst getroffen und jeder solle seine Stimme für Eintracht Braunschweig erheben dann dürfen, wenn er oder sie es für richtig halte.

Ultras Braunschweig hoffen auf den Mitmach-Effekt

Dass sich die Stimmung, Akustik und Erreichbarkeit der anderen Fans verbessern würde, so wie die Ultras es sich von einem Umzug erhoffen, glauben die Gegner nicht. Es seien ja nur ein paar Meter Unterschied.

"Für uns ist dies ganz einfach eine Frage der Bereitschaft eines jeden Einzelnen in der Südkurve mitzusingen – und keine Frage des Standortes des Ultra-Szene."

Aber eines empfinden beide Seiten gleich: "Über diese genannte Bereitschaft sollten wir alle gemeinsam diskutieren, da auch wir finden, dass es im Stadion leider etwas ruhiger geworden ist."