Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig tobt nach Rassismus-Vorwürfen gegen Becker – und legt den Fokus trotzdem auf Münster

Keine leichte Aufgabe für Eintracht Braunschweig-Coach André Schubert: Einerseits schlägt die Becker-Sperre hohe Wellen, andererseits haben die Löwen Preußen Münster vor der Brust.
Keine leichte Aufgabe für Eintracht Braunschweig-Coach André Schubert: Einerseits schlägt die Becker-Sperre hohe Wellen, andererseits haben die Löwen Preußen Münster vor der Brust.
Foto: imago images / Karina Hessland

Braunschweig. Eintracht Braunschweig versucht den Fokus voll aufs kommende Spiel gegen Preußen Münster zu legen. Ganz einfach fällt das am Freitag selbst BTSV-Coach André Schubert angesichts der Rassismus-Vorwürfe gegen Robin Becker aber nicht.

Das DFB-Sportgericht hatte Becker für fünf Spiele gesperrt und zu einer Geldstrafe verdonnert. Der 22-Jährige soll am Ende des Eintracht-Spiels gegen 1860 zwei Münchener Spieler rassistisch beleidigt haben. Eintracht Braunschweig hat Einspruch gegen das Urteil eingelegt.

Eintracht Braunschweig widerspricht 1860-Spielern

Schubert stellt sich voll und ganz hinter seinen Schützling: "Die Entscheidung ist für uns alle schwer nachvollziehbar. Robin ist in jeglicher Form ein vorbildlicher Spieler. Es macht mich betroffen, wie versucht wird, einen solchen Spieler öffentlich zu beschädigen", sagt der Braunschweiger Trainer.

Gleichzeitig macht er klar, dass Verein und Mannschaft jede Form von Rassismus verurteilen. "Es darf nicht passieren, dass Dinge verdreht werden und Unschuldige beschädigt werden. Am schlimmsten ist es für den Spieler selbst", so Schubert.

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Nach dem 1860-Spiel seien solche Äußerungen nicht mal ein Thema gewesen. "Es gibt dafür keinen Hinweis, keine Indizien - es wird einfach einer Aussage Glauben geschenkt", sagt Schubert. Aber jetzt gelte es, Becker zu ersetzen. Er und Bernd Nehrig (Achillessehnenverletzung) sind die einzigen Ausfälle fürs Münster-Spiel.

Im Hinspiel ging Braunschweig in Münster baden

Zwar habe seiner Mannschaft zuletzt öfter mal die Lockerheit gefehlt, die man braucht, um Tore zu schießen, dennoch sieht Schubert Eintracht Braunschweig auf einem ganz guten Weg: "Die Jungs machen es Stück für Stück besser, mit einer größeren Souveränität", sagte Schubert – auch mit Blick auf das 0:3 beim Hinspiel in Münster.

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Das 3:0 in Uerdingen will der Coach nicht überbewerten. Man sei dadurch ein bisschen näher dran am Ziel Klassenerhalt, mehr aber auch nicht. "Fast alle Mannschaften da unten haben es selbst in der Hand. Wir sind genau so wenig gerettet wie etwa Cottbus oder Jena", so Schubert.

Und weiter: "Wir gehen unseren Weg bis zum letzten Spieltag weiter. Wir spielen jetzt zu Hause und wollen wieder drei Punkte holen - ganz einfach."

Nehrig: "Mein Part ist es jetzt, die Jungs zu unterstützen"

Auch der verletzte Bernd Nehrig hat sich zu Wort gemeldet. Der Routinier und wichtige Eckpfeiler der Blau-Gelben versucht jetzt, die Stimmung in der Kabine hochzuhalten. "Dass man Spaß hat, das ist das Wichtigste. Mein Part ist es jetzt, die Jungs zu unterstützen, zu den Spielen zu fahren und für sie da zu sein", sagte Nehrig.

Eintracht Braunschweig: Interview mit Bernd Nehrig
Eintracht Braunschweig

Das Spiel Eintracht Braunschweig gegen Preußen Münster wird am kommenden Sonntag um 14 Uhr im Eintracht-Stadion angepfiffen.