Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig: Keine Tickets mehr für Halle – das sagt ihr zur Storno-Aktion

Eintracht Braunschweig setzt auf den 13. Mann.
Eintracht Braunschweig setzt auf den 13. Mann.
Foto: imago images / Hübner

Braunschweig. Im Fanlager von Eintracht Braunschweig herrscht eigentlich gute Stimmung – können die Löwen beim letzten Auswärtsspiel der Saison am Samstag in Halle (13.30 Uhr) doch den Klassenerhalt perfekt machen.

Einzig der Ticket-Verkaufsstopp des Gastgebers trübt die Vorfreude bei so manch einem Löwen-Fan. Der Hallesche FC hatte die Karten mutmaßlicher Eintracht Braunschweig-Fans storniert, die sich Plätze im Heimbereich gesichert hatten.

Hallescher FC storniert rund 50 Tickets

Die Polizei in Halle hat Sicherheitsbedenken und will die rot-weißen und blau-gelben Fanlager voneinander trennen. Wirklich viele Stornos waren es allerdings nicht: Rund 50 Buchungen seien zurückgenommen worden, sagte HFC-Sprecher Lars Töffling zu news38.de.

Von Eintracht Braunschweig hieß es, man bedauere, dass die betroffenen Fans das Spiel nicht live im Erdgas-Sportpark mitverfolgen können. Gleichzeitig seien die Bedenken des HFC und der Polizei "unter den gegebenen Umständen jedoch nachvollziehbar".

Eintracht Braunschweig rät allen Auswärts-Fans, die ein Ticket für den Heimblock haben, davon ab, ins Stadion zu gehen. Mehr noch: "Es wird dringend davon abgeraten, sich ohne Eintrittskarte auf den Weg nach Halle zu machen."

Eintracht Braunschweig spielt in Halle

Die Reaktionen bei Facebook sind geteilt. Eine Userin kann die Maßnahme nachvollziehen und verweist auf das nicht immer friedliche Verhalten einiger Eintracht-Anhänger: "Vielleicht denken die sogenannten Fans mal über ihre Außenwirkung nach", schreibt sie.

Es gibt aber auch wütende Stimmen: "Das ist eine Frechheit. Die hätten auch mehr Blöcke an uns geben können, damit die Bude mal voll ist", ist zu lesen. Ein anderer User glaubt, dass die Maßnahme sogar kontraproduktiv sein könnte: Tausend Mann vorm Sportplatz seien gefährlicher und und schlechter zu kontrollieren als im Stadion, findet er.

Erinnerungen an Relegation in Wolfsburg

Ein dritter User sieht das Ganze ziemlich entspannt und fühlt sich ans Relegationsspiel beim VfL Wolfsburg erinnert. Auch da hatte es geheißen, dass keine Eintracht Braunschweig-Fans außerhalb des Gästeblocks ins Stadion dürfen.

Geklappt habe das nicht: "Wenn das also in Halle genauso 'konsequent' durchgesetzt wird, braucht keiner Angst zu haben, das Spiel nicht im Stadion erleben zu dürfen", schreibt er.

Die verfügbaren Gäste-Tickets waren schnell vergriffen. Insgesamt passen 1.250 Fans in den Gästeblock. An blau-gelber Unterstützung wird es den Löwen in Halle also nicht mangeln.

FanHaus in Braunschweig bleibt zu

Schlechte Nachrichten gibt es unterdessen für diejenigen, die sich das Spiel zwischen dem Halleschen FC und Eintracht Braunschweig im FanHaus am Eintracht-Stadion anschauen wollten.

Die Übertragung falle aus, schreibt das Fanprojekt – aus einem ganz pragmatischen Grund: "Das gesamte Fanprojekt-Team und auch unsere ehrenamtlichen Helfer werden unsere Löwen vor Ort unterstützen. Wir bitten daher um Verständnis für den Ausfall." Immerhin ein Trost gibt es: Der NDR überträgt das Spiel Hallescher FC - Eintracht Braunschweig live.

Polizei Braunschweig: "Sind vorbereitet"

Dass es in Braunschweig während des Spiels zu Fan-Aktionen kommt, glaubt die Polizei aktuell nicht. Sollte dem aber doch so sein, sei man darauf vorbereitet, so Polizeisprecher Stefan Weinmeister zu news38.de: "Hier in Braunschweig beobachten wir am Spieltag das sportliche Geschehen aus der Ferne ganz genau und wären auf eine eventuelle Feier im Anschluss an das Spiel vorbereitet."