Eintracht Braunschweig 

Warum der Aufstieg von Union Berlin auch für Eintracht Braunschweig von enormer Bedeutung ist

Union Berlin steigt auf, der VfB Stuttgart geht in die Zweite Liga. Ausgerechnet Eintracht Braunschweig könnte davon profitieren.
Union Berlin steigt auf, der VfB Stuttgart geht in die Zweite Liga. Ausgerechnet Eintracht Braunschweig könnte davon profitieren.
Foto: imago images / Sportfoto Rudel

Braunschweig. Nicht wenige Eintracht-Fans werden am Montagabend dem Zweitligisten Union Berlin gegen den VfB Stuttgart die Daumen gedrückt haben. Mit Erfolg: Ein 0:0 im Stadion alte Försterei reichte den Eisernen zum ersten Aufstieg ins deutsche Fußballoberhaus. Auch im Hinspiel hatten sich die beiden Teams Unentschieden getrennt (2:2).

Dass sich die Löwen-Anhänger ebenfalls darüber freuen, hat sicherlich zwei Gründe. Zum einen hält der interessierte Fußballanhänger oft zum Underdog, welcher in der Relegation eindeutig Union Berlin war.

Zum anderen spielen mit Ken Reichel und Suleiman Abdullahi zwei Akteure bei den Berlinern, die zuletzt ihre Schuhe für die Eintracht geschnürt haben.

Union Berlin - VfB Stuttgart: Eintracht-Leihe überzeugt in Relegationsspielen

Sowohl im Hin- als auch im Rückspiel standen sie in der Startformation. Reichel gar in der Summe über 180 Minuten, Abdullahi wurde beide Male ausgewechselt. Dennoch setzte der 22-jährige Rechtsaußen entscheidene Akzente.

Im Hinspiel erzielte er den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich und auch am Montag kratze er denkbar knapp am Torerfolg. Doch zwei seiner Abschlüsse landeten nur am Pfosten.

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Eintracht-Verantwortlichen setzen auf einen Verkauf Abdullahis

Vor allem die Eintracht-Verantwortlichen werden seine Leistung mit Argusaugen verfolgt haben. Abdullahi ist immer noch Leihspieler. Zieht Union Berlin die Kaufoption nicht, kehrt er im Sommer nach Braunschweig zurück.

Das große Problem: Der Nigerianer kann in der 3.Liga nicht auflaufen. Zwar hat er noch Vertrag bis zum 30. Juni 2020, darf aber aufgrund einer fehlenden Arbeitserlaubnis in Deutschland nur erst- oder zweitklassig spielen.

Zwar überzeugte Abdullahis Leistung über die komplette Saison nicht vollends (19 Spiele/ 2 Tore/ 4 Vorlagen), aber seine Auftritte in der Relegation waren klare Bewerbungsschreiben. Daher hoffen die Braunschweiger darauf, dass Union die Kaufoption zieht.

Eintracht hatte seinerseits 2016 975.000 Euro für den Flügelflitzer an den norwegischen Viking FK gezahlt. Momentan taxiert das Portal transfermarkt seinen Marktwert auf 1,25 Millionen Euro. Geld, das die Löwen gut gebrauchen könnten. (mb)