Eintracht Braunschweig 

Kehrtwende! Eintracht Braunschweig meldet doch zweite Mannschaft an – doch die Sache hat einen Haken

Eintracht Braunschweig behält seine Zweitvertretung, jedoch unter einer gravierenden Veränderung.
Eintracht Braunschweig behält seine Zweitvertretung, jedoch unter einer gravierenden Veränderung.
Foto: imago images / Hübner

Braunschweig. Krehtwende bei Eintracht Braunschweig! Die Löwen melden für die Saison 2019/2020 doch eine Zweite Mannschaft in der Landesliga an. Das berichtet der Verein auf seiner Homepage. Zuletzt hatte die Entscheidung, keine zweite Mannschaft mehr zu führen, für großen Unmut bei den Eintracht-Fans gesorgt.

Die Mannschaft wird auch weiterhin in der Kapitalgesellschaft angesiedelt sein, allerdings nicht mehr dem Nachwuchsleistungszentrum angehören. Es handelt sich dabei um eine klassische Amateurmannschaft, die nicht mehr den Altersbeschränkungen und Anforderungen einer U23 unterliegt.

Seine Heimspiele wird das Team, das mit dem neuen Trainer in den nächsten Wochen zusammengestellt wird, weiterhin auf dem B-Platz am Eintracht-Stadion austragen.

Eintracht Braunschweig behält seine Zweite: Team startet in der Landesliga

„Wir haben uns nach langer und reiflicher Überlegung dazu entschieden, für die neue Saison eine Zweite Mannschaft in der Landesliga zu melden“, wird Tobias Rau, Aufsichtsratsmitglied bei Eintracht Braunschweig, auf der Vereinshomepage zitiert. Der Haken an der Sache: Zuletzt hatte das Team unter Trainer Deniz Dogan auf einem passablen vierten Rang abgeschlossen - allerdings in der Oberliga.

Er fährt fort: „Um die sportliche Bedeutung eines Unterbaus für die Profis wissen wir und perspektivisch werden wir mittelfristig nach einer möglichen Rückkehr in die 2. Bundesliga in den nächsten Jahren diesen Unterbau auch wieder benötigen. Eine Wiederbelebung der U23 zu einem späteren Zeitpunkt wäre dann mit einem Start in der untersten Spielklasse verbunden gewesen“,

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„Bedauern später Entscheidung“

Sebastian Ebel, Aufsichtsratsvorsitzender der Eintracht Braunschweig: „Natürlich ist uns bewusst, dass unsere späte Entscheidung Auswirkungen auf andere Vereine hat und das bedauern wir sehr. Für uns war allerdings immens wichtig sicherzustellen, dass wir alle Rahmenbedingungen zumindest für die nächste Spielzeit erfüllen und diesen Aufwand auch wirklich für ein Jahr stemmen können. Sowohl organisatorisch als auch wirtschaftlich, auch wenn der komplett durch externe Partner finanzierte Etat logischerweise nur einen Bruchteil der Kosten der Oberligamannschaft umfasst. Mit Unterstützung von Andreas Becker und der Fußballabteilung des BTSV ist in den vergangenen Wochen bereits ein Konzept erstellt worden. Zudem streben wir an, die bereits bestehende enge Zusammenarbeit mit den Freien Turnern Braunschweig weiter zu intensivieren und auszubauen. Nachwuchsspieler, die bei uns den Sprung in die höhere Leistungsmannschaft bzw. in den Profibereich nicht direkt schaffen, sollen so die Möglichkeit bekommen, sich durch uns begleitet bei den Turnern weiterzuentwickeln und Spielpraxis zu sammeln.“ (mb)