Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig geht gewagten Schritt – und bedauert ihn zutiefst

Eintracht Braunschweig und Scout Dirk Fischer gehen getrennte Wege (Archivbild).
Eintracht Braunschweig und Scout Dirk Fischer gehen getrennte Wege (Archivbild).
Foto: imago images / Hübner

Braunschweig. Kracher bei Eintracht Braunschweig – die Löwen lösen ihre Scouting-Abteilung zum Ende dieses Monats auf. Diesen Schritt gab der BTSV am Montag bekannt. Gleichzeitig bedeutet das auch, dass Chef-Scout Dirk Fischer Eintracht Braunschweig mit sofortiger Wirkung verlässt. Der Grund für die Entscheidung: Das Geld.

Man bedauere diesen Schritt, da gerade auch zu Erst- und Zweitligazeiten in diesem Bereich sehr gute Arbeit geleistet wurde. Dafür bedankt sich Eintracht Braunschweig bei Dirk Fischer und seinem Team ausdrücklich.

"Aber wir haben uns in den vergangenen Monaten genau die Kosten angeschaut und müssen auch diesen Bereich - wie viele andere in den vergangenen Wochen und Monaten - den Bedingungen der 3. Liga anpassen. Diese Maßnahmen sind schmerzhaft, aber alternativlos", so Aufsichtsratsmitglied Tobias Rau.

Rau: "Eintracht verfügt über viel Knowhow und ein sehr gutes Netzwerk"

"In den vergangenen Jahren waren unsere Scouts überwiegend europaweit unterwegs, um junge Talente und Spieler zu finden. Das entspricht nicht mehr der Realität in der 3. Liga, das muss man leider ganz deutlich sagen", sagt Rau.

Durch die personelle Besetzung im sportlichen Bereich um Peter Vollmann, Christian Flüthmann und einen gut aufgestellten Trainerstab verfüge Eintracht Braunschweig "über viel Knowhow und ein sehr gutes Netzwerk" – das habe die Kaderzusammenstellung innerhalb der beiden vergangenen Transferperioden bereits gezeigt.

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Vollmann: "Entscheidung gründlich überlegt"

"Unsere ganze Konzentration richtet sich darauf, eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft für die Eintracht zu sichern", so Rau.

Eintracht Braunschweig-Sportdirektor Peter Vollmann ergänzt: "Wir befinden uns aktuell in einer Situation, in der wir alles auf den Prüfstand stellen und sich der Verein neu aufstellt. Wir müssen entscheiden, was zwingend notwendig ist."

Das betreffe auch den Scoutingbereich. "Wir haben uns diese Entscheidung gründlich überlegt, sehen diesen Schritt aber als notwendig an. Für uns gilt es, die vorhandenen wirtschaftlichen Ressourcen optimal einzusetzen", so Vollmann. (ck)