Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig-Fanmarsch durch die Stadt – Anwohner: "Das muss doch nicht sein!!!"

Bei einem Fanmarsch von Eintracht Braunschweig wurden Rauchtöpfe gezündet. Daran gibt es jetzt Kritik - auch am Verhalten der Polizei. Waren die Beamten zu passiv? (Archivbild)
Bei einem Fanmarsch von Eintracht Braunschweig wurden Rauchtöpfe gezündet. Daran gibt es jetzt Kritik - auch am Verhalten der Polizei. Waren die Beamten zu passiv? (Archivbild)
Foto: imago images / regios24

Braunschweig. Einige Ultras von Eintracht Braunschweig haben kurzzeitig den Madamenweg vernebelt. Nicht alle Anwohner fanden die Aktion witzig. Die Ultra-Gruppe „Cattiva Brunsviga“ zündete bei ihrem Fanmarsch am vergangenen Samstag Rauchtöpfe und Knallkörper, berichten Zeugen.

Ultra-Gruppe aus Braunschweig zündet Rauch

Auch Tobias aus Braunschweig hat die Szene mitbekommen und ein Video bei Twitter hochgeladen. Er findet: „Das muss doch nicht sein!!!“ Demos, Sprechchöre, Trommeln – das alles sei ja völlig in Ordnung. Aber Rauchfeuer und Knallkörper zwischen Wohnhäusern zu zünden sei mies, findet Tobias.

Ihm geht es tatsächlich vor allem um den Ort der Aktion. Zwischen den Häuserschluchten habe sich der Rauch nicht verteilen können. „Wegen der gesundheitlichen Gefahren finde ich die Aktion bedenklich“, sagte Tobias zu news38.de. Er sei genervt und gefrustet, twittert er.

Kritik am Verhalten der Polizei Braunschweig

Die Polizei Braunschweig habe den Fanmarsch begleitet, sei aber nicht eingeschritten. „Dass Rauch bei so einem Marsch gezündet wird, ist schwer zu verhindern, schon klar. Aber die Polizei hätte die verantwortlichen Leute direkt ansprechen können“, findet Tobias. „Man hätte die Rauchtöpfe an einen anderen Ort bringen können.“

Auf seinen Tweet hat die Polizei Braunschweig inzwischen reagiert: „Nur weil wir unterwegs nicht sofort eingreifen, sondern den Zug erstmal weiterlaufen lassen, heißt es nicht, dass wir Straftaten und Ordnungswidrigkeiten nicht verfolgen werden.“

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Und die Gesundheit? Die sei das Kostbarste, was wir haben. Daher gelte es, die Gesundheit zu schützen. „Deshalb betrachten wir jede Einsatzsituation individuell im Hinblick auf mögliche Gefahren“, so die Polizei.

Hintergrund des Cattiva-Fanmarschs vom Altstadtmarkt bis zur Milleniumhalle war das 15-jährige Bestehen der Ultra-Gruppe. (ck)