Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig: Gewalt auf A7-Rastplatz – vermummte Ultras gehen auf St. Pauli-Fans los

Die unterfränkische Polizei hat sich zu den Vorfällen auf einem Rastplatz an der A7 geäußert. Im Fokus: Zehn Ultras von Eintracht Braunschweig. (Archivbild)
Die unterfränkische Polizei hat sich zu den Vorfällen auf einem Rastplatz an der A7 geäußert. Im Fokus: Zehn Ultras von Eintracht Braunschweig. (Archivbild)
Foto: imago/Eibner

Braunschweig. Nach dem ungeplanten Zwischenstopp einiger Ultras von Eintracht Braunschweig meldet sich jetzt die Polizei zu Wort – und stellt ihre Sicht der Dinge dar:

Demnach haben zehn Anhänger von Eintracht Braunschweig am Sonntagmorgen auf einem Rastplatz fünf St. Pauli-Fans attackiert, die gerade auf dem Weg zum Spiel nach Heidenheim waren und eine Pause an der A7 machten.

Eintracht Braunschweig-Ultras attackieren auf St. Pauli-Fans

Die Braunschweiger sollen auf eine 18-Jährige, die einen St. Pauli-Pullover trug, und ihre Begleiter losgegangen sein. Die Pauli-Fans retteten sich in ihr Auto. Die zehn vermummten Eintracht-Ultras versuchten laut Polizei, die Türen aufzureißen – schafften das aber nicht.

Als die Angegriffenen losfuhren, schlugen die Anhänger von Eintracht Braunschweig auf das Auto ein, hielten ein brennendes bengalisches Feuer an den Fiat und warfen Bierflaschen aufs Auto. Dabei ging ein Außenspiegel zu Bruch.

Laut Polizei haben sich die zehn Angreifer dann wieder gezielt in der Masse der rund 100 Eintracht-Fans verborgen, um anonym zu bleiben. Daher habe man sich dazu entschlossen, alle Personen und Fahrzeuge zu kontrollieren, so die Polizei Unterfranken.

Polizei kontrolliert stundenlang Ultras von Eintracht Braunschweig

Neben Pyrotechnik und Vermummungsgegenständen stellten die Beamten auch rund 40 Kleinstmengen an Marihuana sicher. Kontrolliert wurde ein Doppeldeckerbus, vier Kleinbussen sowie ein Auto.

Das Ganze dauerte dauerte vier Stunden. Daher verpassten die Braunschweiger auch den 3:1-Sieg der Eintracht in Großaspach.

+++ Eintracht-Ultras verpassen Spiel in Großaspach – darum kritisieren sie die Polizei +++

Eine Polizeisprecherin sagte unserer Redaktion, die Polizei habe die Kontrolle so rasch es möglich war und mit starkem Kräfteansatz durchgeführt. Wegen der notwendigen Maßnahmen und Sicherstellungen habe es nicht schneller gehen können. Auch ein Fanbetreuer sei hinzugezogen worden.

Wie die „Blau-Gelbe Hilfe“ (BGH) die Maßnahmen der Polizei auf dem Rastplatz bewertet, kannst hier nachlesen >>>

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Die Autobahnpolizei hat mehrere Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs, Sachbeschädigung und Verstößen gegen das Sprengstoff sowie Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Außerdem wird der gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr geprüft. (ck)