Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig bangt um Lizenz: Appell an Ultras – „Bitte nehmt Rücksicht!“

Wegen zahlreicher Pyro-Shows wie hier beim Spiel gegen Viktoria Köln appelliert Eintracht Braunschweig an seine Ultras. (Archivbild)
Wegen zahlreicher Pyro-Shows wie hier beim Spiel gegen Viktoria Köln appelliert Eintracht Braunschweig an seine Ultras. (Archivbild)
Foto: imago images / Eduard Bopp

Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat einen öffentlichen Appell an seine Ultras in Block 9 gerichtet.

Es geht um Pyrotechnik, Strafzahlungen vor dem DFB Sportgericht und letztlich um die Lizenz für Eintracht Braunschweig in der kommenden Saison.

Eintracht Braunschweig appelliert an Ultras: „Können wir uns nicht leisten“

Der Verein ist hin und hergerissen. Zum einen bedankt sich die Geschäftsführung für den Support in Heim- und Auswärtsspielen.

Nach den Pyro-Shows bei Viktoria Köln, Preußen Münster und zuletzt beim Heimspiel in Zwickau droht dem Verein allerdings nach eigenen Angaben eine Strafe von 40.000 Euro beim DFB-Sportgericht.

„Über Sinn und Unsinn dieser Strafzahlungen kann man sicherlich streiten, unstrittig ist aber, dass wir uns in der aktuellen finanziellen Situation diese Strafzahlungen einfach überhaupt nicht leisten können.“

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Eintracht Braunschweig weist die Ultras darauf hin, dass wegen der aktuellen finanziellen Situation umfassend eingespart werden musste, auch beim Personal.

„Bitte nehmt Rücksicht auf unsere finanzielle Situation“, fordert der Verein in der Mitteilung.

„Bitte nehmt Rücksicht“

Doch der Geschäftsführung geht es nicht nur um die Lizenz. Sondern auch um die Gesundheit der Zuschauer. „Es kommt immer wieder vor, dass Zuschauer über Atemnot wegen eines Übermaßes an Rauchentwicklung klagen“, heißt es von Seiten des Vereins.

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Den Verantwortlichen sei es bewusst, dass Pyrotechnik insbesondere von Ultras als unverzichtbares „Wir sind uns aber auch sicher, dass Ihr Euch unserer gemeinsamen Verantwortung bewusst seid, unsere Eintracht wieder in die zweite Liga zu bringen“, teilte der Verein mit.

„Wir möchten keine Spaltung oder Ausgrenzung“

Die Ultras haben sich bisher noch nicht zu dem offenen Brief geäußert. Spätestens beim Auswärtsspiel beim SV Waldhof Mannheim am Sonntag dürfte mit einer Reaktion zu rechnen sein.

Um etwaigen Spannungen innerhalb der Fanszene vorzugreifen, stellte Eintracht Braunschweig klar: „Wir möchten keine Spaltung oder Ausgrenzung.“