Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig: Aufruhr in der Ultra-Szene! Hausdurchsuchung bei BTSV-Anhänger

Die Polizei hat die Wohnung eines Eintracht Braunschweig-Anhängers durchsucht. (Symbolbild)
Die Polizei hat die Wohnung eines Eintracht Braunschweig-Anhängers durchsucht. (Symbolbild)
Foto: dpa

Braunschweig. Beamte der Polizei haben die Wohnung eines Anhängers von Eintracht Braunschweig durchsucht. Die Blau-Gelbe Hilfe (BGH) schreibt, dass der 34-Jährige Ende vergangener Woche das sogenannte Notfallhandy angerufen hat – „meist kein gutes Zeichen“, so die Fanvertreter der BGH.

Der Vorwurf: Der Anhänger von Eintracht Braunschweig soll die Polizei durch ein Poloshirt mit dem Aufdruck „ACAB“ (All Cops Are Bastards) beleidigt haben.

Eintracht Braunschweig: Polizei klingelt bei Anhänger

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft bestätigte die Ermittlungen gegenüber news38.de. „Der Mann aus dem Landkreis Wolfenbüttel soll Anfang Juni 2019 zwei Polizeibeamte am Bahnhof durch demonstratives Zeigen des Shirts beleidigt haben“, so der Vorwurf.

Laut BGH hat der Betroffene den Polizisten sein Shirt ausgehändigt. „Somit konnte wenigstens noch das Durchwühlen der Wohnung verhindert und die Privatsphäre etwas geschützt werden“, heißt es.

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Dennoch: Die Fanvertreter empfinden die Hausdurchsuchung als unverhältnismäßig, wenngleich so eine Maßnahme nach einer Beleidigung grundsätzlich rechtens sei.

Zumal das bloße Tragen eines „ACAB“-Shirts durch die freie Meinungsäußerung gedeckt sei. Als beleidigend könne es nur in bestimmten Fällen gewertet werden, etwa, wenn jemand aktiv damit Polizeibeamten provoziert. So hatte es im Jahr 2016 auch das Bundesverfassungsgericht entschieden. >> Hier geht's zum Urteil!

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„Wir werden also ganz genau hinschauen, sollte die Staatsanwaltschaft eine Anklage erheben“, schreibt die BGH. (ck)