Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig: Burmeister mit emotionalem Geständnis – „Alltag verändert sich brutal“

Hinter Felix Burmeister von Eintracht Braunschweig liegt eine ereignisreiche Woche.
Hinter Felix Burmeister von Eintracht Braunschweig liegt eine ereignisreiche Woche.
Foto: imago images / Joachim Sielski

Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat in den vergangenen Wochen eine Achterbahnfahrt der Gefühle hingelegt. Mit großen Ambitionen in die Drittliga-Rückrunde gestartet, setzte es aber gleich im Auftaktspiel den ersten Dämpfer: 1:4 unterlagen die „Löwen“ dem TSV 1860 München.

Das 1:1 gegen Carl Zeiss Jena stellt punktemäßig zwar eine Verbesserung dar, gegen das Schlusslicht hatte man sich allerdings deutlich mehr erhofft. Besserung trat dann im jüngsten Duell bei Tabellenführer MSV Duisburg ein, wo sich Eintracht Braunschweig das 1:1 aufgrund einer hervorragenden kämpferischen Leistung redlich verdiente.

„In jedem Fußballspiel ist das die Basis, um zu gewinnen. Vor allem in der 3. Liga ist keine Mannschaft dabei, die ein Spiel mit 70 oder 80 Prozent Einsatz gewinnt“, erklärt Felix Burmeister im Gespräch mit der vereinseigenen Redaktion. „Jeder kann in dieser 3. Liga jeden schlagen, sie ist einfach unberechenbar.“

Felix Burmeister: Erst Geburt, dann Startelf-Comeback

Für den 1,86 Meter großen Innenverteidiger verlief die zurückliegende Woche gleich in mehrfacher Hinsicht positiv. Einen Tag, nachdem am Mittwoch sein erster Sohn das Licht der Welt erblickte, begab er sich mit dem Eintracht-Tross auf den Weg in Richtung Duisburg, wo er am Freitag erstmals seit dem 14. Dezember wieder in der Startelf stand.

„Für mich brauchte die Vorbereitung nach der langen Knieverletzung vielleicht einfach zwei bis drei Wochen länger, um zu wirken. Der Körper braucht etwas mehr Zeit, um sich zu erholen und diese Frische und Spritzigkeit zu haben“, sagt der 29-Jährige, der 2018 aus der zweiten ungarischen Liga nach Braunschweig kam, aber immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde – im Sommer hatte er sich einer Knie-OP unterziehen müssen.

Die jüngste Operation, der er beiwohnte, hatte jedoch einen freudigen Anlass: die Geburt seines ersten Kindes. Und mit ihr hat sich sein Leben schlagartig um 180 Grad gedreht. „Der Alltag verändert sich brutal und alles dreht sich plötzlich um den Kleinen. Vorher konnte man insgesamt besser planen, jetzt schläft man halt mal etwas mehr oder weniger. […] Aber es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl“, verrät Burmeister.

Eintracht Braunschweig am Samstag gegen Kaiserslautern

Die BTSV-Fans werden sich einerseits natürlich auch über den neuesten „Löwen“-Spross freuen, andererseits aber auch hoffen, dass sich die neuen Lebensumstände nicht auf die Leistung des Defensivmannes auswirkt.

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Am kommenden Samstag (14 Uhr) empfängt Eintracht Braunschweig den 1. FC Kaiserslautern, der im Hinspiel mit 3:0 geschlagen werden konnte. Möchte die Auswahl von Marco Antwerpen doch noch einmal einen Angriff auf die vorderen Plätze starten, muss unbedingt ein Sieg her.

Burmeister und seine Mannschaftskollegen reisen allerdings mit viel Respekt an: „Beim Hinspiel war die Mannschaft von Kaiserslautern regelrecht tot und hat in einer tiefen Krise gesteckt. Durch viele Siege in der Liga und auch durch den DFB-Pokal stehen sie jetzt ganz anders da und haben auf jeden Fall ihre Qualitäten. Darauf müssen wir uns einstellen und wollen das Heimspiel natürlich gewinnen.“