Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig: Hass gegen Dietmar Hopp auch in der Löwen-Szene? Das sagt der Fanrat!

Ultras von Eintracht Braunschweig in Aktion. Werden sie sich am kommenden Montag in Rostock auch den derzeitigen
Ultras von Eintracht Braunschweig in Aktion. Werden sie sich am kommenden Montag in Rostock auch den derzeitigen
Foto: imago images / Christian Schrödter

Braunschweig. Der Hass auf Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp, den DFB und den Kommerz im Fußball ist jetzt auch in der dritten Liga angekommen. Das Montagsspiel zwischen Münster und Rostock musste wegen eines Banners sowie Schmährufen unterbrochen werden.

Ist den Ultras von Eintracht Braunschweig so etwas auch zuzutrauen? Das sei schwer zu beurteilen, teilte der Eintracht-Fanrat gegenüber news38.de mit. Als Nicht-Bundesligist habe Eintracht Braunschweig ja keinen direkten Bezug zu Hoffenheim und dem dortigen Projekt.

Eintracht Braunschweig: Fanrat mahnt differenzierte Sichtweise an

„In der Vergangenheit haben die Eintracht-Fans aber bewiesen, dass sie ihren Protest kreativ darstellen und wir vertrauen darauf, dass dies auch zukünftig der Fall sein wird“, so der Fanrat. Gleichzeitig mahnen die Fanvertreter in der jetzigen Debatte um die Hopp-Spruchbänder eine differenzierte Sichtweise an.

Denn dabei gehe es ja weniger darum, den Hoffenheim-Mäzen persönlich zu beleidigen. Vielmehr seien die Banner eine Reaktion auf die vom DFB verhängten Kollektivstrafen gegen die Fans von Borussia Dortmund.

„Sicherlich ist es richtig, den Stil und die ja recht stumpfe Formulierung der Spruchbänder kritisch zu hinterfragen – die Kritik der Fans an der DFB-Verbotspraxis und dem 'Projekt Hoffenheim', das vielen ein Sinnbild für die Kommerzialisierung des Fußballs darstellt, hat aber ebenfalls einen wahren Kern“, findet der Fanrat von Eintracht Braunschweig.

Vom BTSV selbst war noch keine Stellungnahme zu bekommen. Eine solche soll es aber zeitnah geben. Am kommenden Montag spielen die Löwen bei Hansa Rostock, danach kommt Viktoria Köln ins Eintracht-Stadion.

Fanprojekt-Leiter befürchtet „Spirale der Eskalation“

Unterdessen befürchtet der Chef der Koordinationsstelle Fanprojekte, Michael Gabriel, nach dem Skandal von Hoffenheim „eine Spirale der Eskalation“ im deutschen Fußball. „Ich glaube, dass alle Beteiligen schauen müssen, dass man diese Spirale stoppt“, sagte der Diplom-Sportwissenschaftler der dpa.

Man müsse nach Möglichkeiten suchen, miteinander ins Gespräch zu kommen. „Wenn das nicht passiert, dann steht tatsächlich die Befürchtung, dass wir auf sehr unruhige Zeiten zusteuern“, warnte Gabriel.

Bayern-Fans beleidigen Dietmar Hopp
Fankurve - Ultras

Wegen Hass-Plakaten gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp war das Bundesliga-Spiel am Samstag gegen den FC Bayern München zweimal unterbrochen worden.

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Auch in anderen Stadien kam es zu Schmähungen gegen Hopp und den DFB – so auch am Montagabend in Hannover. (ck/dpa)