Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig: Kurzarbeit! Mannschaft verzichtet auf viel Geld – „Wir sind stolz auf unsere Spieler!

Foto: imago images / Hübner

Braunschweig. Eintracht Braunschweig fährt auf Sparflamme! Wegen der Corona-Zwangspause ruht nicht nur der Trainingsbetrieb bis zum 19. April – die Löwen führen jetzt auch Kurzarbeit ein.

„Wir sind stolz auf unsere Spieler! Die Jungs haben der Kurzarbeit sofort zugestimmt und verzichten auf einen großen Teil ihres Gehaltes. Das war ein wichtiger und lebensnotwendiger Schritt für die Zukunft des Vereins und ist gar nicht hoch genug anzurechnen“, sagte Eintracht Braunschweig-Geschäftsführer
Wolfram Benz.

Coronavirus: Eintracht Braunschweig führt Kurzarbeit ein

Jeder einzelne Spieler habe die Situation sofort erkannt und sei bereit gewesen, den Verein zu unterstützen. „Das ist natürlich auch nach außen ein ganz wichtiges Zeichen“, so Benz.

Bernd Nehrig: „Stand außer Frage!“

Mannschaftskapitän Bernd Nehrig betont: „Wir alle wissen, was diese Situation für die Eintracht bedeutet. Damit möchten wir ein Zeichen setzen und unseren Beitrag leisten, dass der Verein diese Krise übersteht.“

Zusammen mit den Kollegen aus der Geschäftsstelle sowie dem Nachwuchsleistungszentrum sei die Mannschaft in den vergangenen 15 Monaten einen weiten Weg gegangen, der alle zusammengeschweißt habe. „Für uns stand es außer Frage, dass wir nur gemeinsam hier raus kommen.“

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Benz bedankt sich auch bei dem Team in der Geschäftsstelle und im NLZ. Nach der schweren Phase, die Eintracht Braunschweig im vergangenen Jahr durchgemacht haben, sei dieser nochmalige Einschnitt nicht selbstverständlich.

Benz: „Bei allen eine große Identifikation mit der Eintracht“

„Man spürt, dass bei allen eine große Identifikation mit der Eintracht und großes Verständnis für die besondere Situation, in der sich der Verein durch Corona wirtschaftlich befindet, herrscht“, beschreibt Benz die Stimmung an der Hamburger Straße.

Auch Peter Vollmann und er selbst gingen diesen Weg selbstverständlich mit. „Gemeinsam mit den einzelnen Kolleginnen und Kollegen haben wir ihre individuelle Situation analysiert und den Umfang der Kurzarbeit für jeden Einzelfall festgelegt“, so Benz.

Wirtschaftlich seien die Folgen insbesondere in der 3. Liga und auch für Eintracht Braunschweig durch fehlende Einnahmen und noch nicht im vollen Maße absehbare Auswirkungen erheblich: „Klar ist, dass wir diese Krise nur gemeinsam meistern können.“

Der Geschäftsbetrieb werde mit einer Art Notbesetzung aufrechterhalten, um auch während der Saisonaussetzung alle relevanten Themen bearbeiten zu können, teilte Eintracht Braunschweig mit.

Eintracht Braunschweig: Erstmal kein Mannschaftstraining mehr

Mannschaftstraining am Stadion wird es erstmal nicht mehr geben. Nach aktueller Planung sollen die Profis am 19. April wieder ins Teamtraining einsteigen.

„Unsere Spieler werden sich in dieser Zeit individuell fit halten. Wir haben eine gesellschaftliche Verantwortung, wollen mit gutem Beispiel voran gehen und die mögliche Verbreitung des Virus, die innerhalb einer Mannschaft natürlich viel wahrscheinlicher ist, unterbinden“, sagte Sportdirektor Peter Vollmann.

Die Gesundheit aller stehe an erster Stelle. Zudem gehe es auch darum, eventuelle Quarantänemaßnahmen und sich daraus ergebene erhebliche Einschränkungen vorzubeugen. „Dass diese jederzeit auftreten können, haben die zunehmenden Infektionsfälle bei anderen Profi-Teams in den vergangenen Tagen gezeigt“, so Vollmann.

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Die Geschäftsstelle ist ab sofort dicht, alle Mitarbeiter arbeiten von zu Hause aus. Wer ein Anliegen hat, kann sich telefonisch über 0531/232300 oder per E-Mail an eintracht@eintracht.com wenden.

Der Fanshop am Stadion ist ebenfalls geschlossen. Fanartikel können weiterhin im Online-Shop bestellt werden. Der Spiel- und Trainingsbetrieb im Nachwuchsleistungszentrum ruht zunächst bis einschließlich 19. April. (ck)