Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig: Fans helfen dem Verein – auf DIESE kuriose Weise

Die Fans von Eintracht Braunschweig wollen dem Verein in der Corona-Krise helfen.
Die Fans von Eintracht Braunschweig wollen dem Verein in der Corona-Krise helfen.
Foto: imago images/Joachim Sielski

Braunschweig. Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen – auch bei Eintracht Braunschweig.

Die aktive Fanszene der „Löwen“ hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um Eintracht Braunschweig in der Corona-Krise unter die Arme zu greifen: Hamsterkäufe im Fanshop.

Eintracht Braunschweig: Fans mit Hamster-Hilfe

„Nachdem Eintrachts Spieler und Funktionäre aufgrund der wirtschaftlichen Belastung durch die Corona-Krise auf einen Teil ihres Gehalts verzichten, sollten wir als Fanszene nachziehen“, heißt es auf der Facebook-Seite der „Löwenrunde: „Ganz nach dem Motto: Ihr für uns – wir für euch!“

Fans von Eintracht Braunschweig sollen sich demnach im Fanshop des BTSV mit so vielen Fanartikeln wie möglich eindecken. Zu einer ähnlichen Aktion hatten auch bereits die Ultras von Braunschweigs Drittliga-Konkurrent Hansa Rostock aufgerufen.

Ultras helfen in ihren Städten

In der Corona-Krise versuchen Fanszenen in ganz Deutschland so gut es geht zu helfen. So bieten die großen Ultra-Gruppierungen bei Borussia Dortmund und Schalke 04 zum Beispiel täglich Botengänge für Menschen aus Risikogruppen oder Menschen in Quarantäne an.

Seit Freitag liefern auch die Ultras von Eintracht Braunschweig Lebensmittel und Medikamente aus. „Ab dem 20. März sind blau-gelbe Helfer im Stadtgebiet Braunschweig bis zum Umkreis von 20 Kilometern sowie im Landkreis Goslar unterwegs, um beim Einkaufen und der Rezept- und Medikamentenbeschaffung für Mitbürger aus Corona-Risikogruppen zu helfen“, teilen die Ultras mit.

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Spieler verzichten auf Gehalt

Zuvor hatten die Spieler von Eintracht Braunschweig sich bereit erklärt, auf einen wesentlichen Teil ihres Gehalts zu verzichten (hier alle Einzelheiten). BTSV-Boss Wolfram Benz: „Wir sind stolz auf unsere Spieler! Die Jungs haben der Kurzarbeit sofort zugestimmt und verzichten auf einen großen Teil ihres Gehaltes. Das war ein wichtiger und lebensnotwendiger Schritt für die Zukunft des Vereins und ist gar nicht hoch genug anzurechnen.“

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Für Kapitän Bernd Nehrig war das Gehaltsverzicht eine Selbstverständlichkeit: „Wir alle wissen, was diese Situation für die Eintracht bedeutet. Damit möchten wir ein Zeichen setzen und unseren Beitrag leisten, dass der Verein diese Krise übersteht.“ (dhe)