28.06.2020, 10:32
Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig: Löwen verstehen nach denkwürdiger Niederlage die Welt nicht mehr – „Es ist absolut bitter“

In diesem Moment war es um Eintracht Braunschweig geschehen: Zwickau trifft zum Sieg.
In diesem Moment war es um Eintracht Braunschweig geschehen: Zwickau trifft zum Sieg.
Foto: imago images/Kruczynski

Diese Schlussphase wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben – positiv wie negativ. Eintracht Braunschweig verspielt innerhalb weniger Minuten eine Führung gegen einen Abstiegskandidaten.

Am Ende stehen null Punkte an diesem Wochenende, im Aufstiegskampf könnte es nochmal spannend werden. Verstehen konnte den Spielverlauf bei Eintracht Braunschweig trotzdem keiner.

Eintracht Braunschweig: Erste Niederlage seit dem Re-Start

Die Fans des BTSV hatten sich in den letzten Wochen schon daran gewöhnt, dass sich ihre Mannschaft oftmals die Siege durch konsequente Defensiv-Arbeit ermauerte. Das sorgte oft für Zitterpartien, doch bisher ging das seit dem Re-Start immer gut – bis zum Gastauftritt in Zwickau.

Lange Zeit sah es nach einem Remis aus. Top-Scorer Martin Kobylanski hatte die Eintracht kurz vor der Pause mit seinem 16. Saisontreffer in Führung gebracht (45.+1). Diesen Treffer egalisierte der FSV in der 76. Minute durch Elias Huth.

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Zwickau – Braunschweig 3:2 (0:1)

Tore: 0:1 Kobylanski (45.+1), 1:1 Huth (76.), 1:2 Otto (90.), 2:2 Huth (90.+1), 3:2 Schröter (90.+4)

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Braunschweig Trainer Marco Antwerpen haderte nach der Partie vor allem mit der Chancenverwertung seines Teams. „In den ersten 20 Minuten hatten wir Probleme ins Spiel zu kommen, waren dann aber drin und hatten den Pfostenschuss. Koby macht dann das 1:0, das wir mit in die Kabine genommen haben und beginnen die zweite Halbzeit wieder mit vielen Torchancen. Wenn wir das auf 2:0 stellen, wäre es schwierig geworden, wieder zurückzukommen“, bilanziert Antwerpen.

Dann wurde es turbulent. Zunächst traf Yari Otto nach schönem Zuspiel von Marcel Bär zur erneuten Führung (90.). Das müsste doch reichen, dachte sich manch ein Fan. Doch es blieb nicht dabei. Huth stocherte Sekunden später einen Ball zum erneuten Ausgleich über die Linie (90.+1), ehe Morris Schröter mit einem Kopfballtor den Wahnsinn komplett machte (90.+4).

„Es ist absolut bitter“, sagte ein konsternierter Danilo Wiebe nach dem Spiel. „Das Spiel dürfen wir nicht aus der Hand geben. Jetzt müssen wir die Köpfe wieder frei kriegen, einfach abschütteln und die restlichen Punkte in den nächsten Wochen holen“, blickte der 26-Jährige aber schnell wieder nach vorne.

Noch ist nichts verloren

Verloren ist für Braunschweig nach dem Spieltag noch nichts. Weil die Verfolger aus Rostock und Duisburg ebenfalls patzten steht man aktuell immer noch auf einem direkten Aufstiegsplatz und hat den Traum von Liga zwei immer noch in der eigenen Hand.

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Dazu müssen in den letzten beiden Spielen gegen Waldhof Mannheim und SV Meppen allerdings wieder stabilere Schlussphasen her.