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Eintracht Braunschweig: Ex-Trainer Antwerpen über Vertrags-Aus – „Nicht meine ganz große Stärke“

Marco Antwerpen spricht über sein Aus bei Eintracht Braunschweig.
Marco Antwerpen spricht über sein Aus bei Eintracht Braunschweig.
Foto: imago images/Werner Scholz

Braunschweig. Hinter Marco Antwerpen liegen bei Eintracht Braunschweig aufregende Monate. Die Ungewissheit während der Corona-Pause, eine unglaubliche Serie nach dem Re-Start, der viel umjubelte Aufstieg in die Zweite Liga und schlussendlich das Ende seiner Tätigkeit als Trainer von Eintracht Braunschweig.

In einem Interview äußert sich Antwerpen nun erstmals zur Trennung zwischen ihm und den Löwen.

Eintracht Braunschweig: Selbst der Aufstieg konnte Antwerpen nicht retten

Es war am Ende nur eine kurze Ehe zwischen der Eintracht und Trainer Marco Antwerpen. Im November übernahm der 48-Jährige den Job in Braunschweig, acht Monate später ist er schon wieder Geschichte – trotz Aufstiegs. Überraschend kam die Trennung nur bedingt.

Schon während der Corona-Pause gab es Gerüchte um einen erneuten Wechsel an der Seitenlinie.

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Antwerpens Statistik bei den Löwen:

  • Trainer seit November 2019
  • Stand in 23 Spielen an der Seitenlinie
  • Elf Siege, sechs Remis, sechs Niederlagen
  • Aufstieg am vorletzten Spieltag klar gemacht

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Da konnten auch die sensationellen Ergebnisse nach dem Re-Start, gekrönt vom Aufstieg, nichts mehr ändern. Der Vertrag mit Antwerpen lief regulär aus. Auch den Coach selbst traf das nicht völlig aus dem Blauen, wie er nun verrät.

„Grundsätzlich muss ich erstmal festhalten, dass ich damit überhaupt kein Problem habe. Als ich im November die Stelle antrat, haben wir uns auch darauf verständigt, dass ich keine Option im Vertrag haben möchte“, verrät Antwerpen im Interview mit „Transfermarkt.de“.

Über die Gründe die letztendlich dazu führten, kann aber auch der gebürtige Unneraner nur spekulieren. „Ich habe gelesen, dass ich mit meiner direkten Art angeeckt bin. Ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen, da ist man vielleicht ein bisschen direkter. Der diplomatische Dienst ist nicht meine ganz große Stärke.“

Auch an der Spielweise stießen sich einige. Denn obwohl die Löwen im Saisonendspurt 20 von 30 Punkten holten, war die Devise der Eintracht oft ein Tor schießen – und dann hinten den Laden dicht halten.

Verlängerungsgespräche gab es keine

Die Chance nach dem Aufstieg überhaupt über eine gemeinsame Zukunft zu sprechen, gab es laut Antwerpen nicht. „Mein direkter Ansprechpartner, Peter Vollmann, hat mir immer wieder zugesichert, dass er den Vertrag verlängern möchte und Gespräche führen will, wenn die Zeit gekommen ist“, beteuert der Ex-Coach.

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„Mit welcher Begründung der Aufsichtsrat jetzt anders entschieden hat, kann ich nicht sagen“, offenbart er aber auch. Wie es auf der Trainerbank von Eintracht Braunschweig weiter gehen wird, ist derzeit noch ungewiss.

Einen Favoriten auf den Posten soll es allerdings bereits geben. So wird der ehemalige Aue-Trainer Daniel Meyer als aussichtsreichster Kandidat gehandelt. (mh)