Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig: Wirbel um Streiff-Plakat – Verein reagiert jetzt SO

Der Vorstand von Eintracht Braunschweig hat zu den Plakaten gegen Unternehmer Helmut Streiff in Stellung bezogen.
Der Vorstand von Eintracht Braunschweig hat zu den Plakaten gegen Unternehmer Helmut Streiff in Stellung bezogen.
Foto: imago images

Braunschweig. Dicke Luft bei Eintracht Braunschweig!

Der Vorstand von Eintracht Braunschweig hat zu den Plakaten gegen Unternehmer Helmut Streiff in Stellung bezogen. Zuvor hatte Ex-Vorsitzender Harald Tenzer einen Brief an den Aufsichtsrat geschrieben und sie aufgefordert, klare Kante zu zeigen.

Kurze Zeit später folgte nun aber der Paukenschlag: Helmut Streiff hat erklärt, dass er nicht für des Amt des Präsidenten bei Eintracht Braunschweig zur Verfügung stehe und beendete damit alle Spekulationen um eine Kandidatur.

Eintracht Braunschweig: Verein reagiert auf Streiff-Plakat

Aber alles der Reihe nach: Seit dem Sebastian Ebel von seinem Amt als Präsident von Eintracht Braunschweig zurückgetreten ist. „Ich trete jetzt zurück, weil ich davon überzeugt bin, dass wir wieder gut funktionierende Strukturen haben, die uns einen langfristigen Erfolg ermöglichen werden, sofern wir gemeinsam im Sinne der Eintracht kämpfen“, schrieb der 57-Jährige. Was er dabei nicht wusste: Er stürzte den Verein damit in die schwierige Situation einen Nachfolger zu benennen.

Einer der Kandidaten soll Helmut Streiff sein. Der Unternehmer hat zwar seine Kandidatur zwar noch nicht öffentlich gemacht, soll aber interessiert sein. Diese Kandidatur unterstützt auch Aufsichtsratsvorsitzender Frank Fiedler.

Doch das sorgte bei den Fans für großes Unverständnis und Wut. Am Samstag sah man an einem Zaun vor dem Eintracht-Stadion ein Plakat mit der Aufschrift: „Fiedler raus, Streiff verhindern.“ Die Fans wollen Streiff nicht. Der Grund: In einem Gespräch zwischen Streiff und der Fan-Abteilung sollen die Diskrepanzen zu groß gewesen sein. Streiffs Ideen missfielen der Fan-Abteilung.

Ex-Präsident Tenzer schaltet sich ein

Daraufhin schaltete sich nun Ex-Präsident Harald Tenzer mit einem Brief an den Aufsichtsrat ein. „Es ist für mich überhaupt nicht akzeptabel, wenn nach einem Gespräch eine solche Persönlichkeit wie Helmut Streiff aus Fankreisen absolutistisch abgelehnt wird“, zitiert die „Braunschweiger Zeitung“ aus dem Brief.

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„Liebe Vorstands- und Präsidiumsmitglieder, sie alle müssen sich hier klar positionieren und deutlich machen, dass es sich um Fan-Einzelinteressen handelt“, schreibt Tenzer weiter. Daraufhin hat das Präsidium von Eintracht Braunschweig nun reagiert und eine Stellungnahme veröffentlicht.

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Statement des Präsidiums

Zunächst wird gesagt, dass allen Bewerbern auf das Ehrenamt Respekt und Wertschätzung gelte. „Wenn aber potenzielle Bewerber aufgrund von unterschiedlichen Sichtweisen mit einigen Fangruppierungen gleich zum Gegenstand von Plakatkampagnen werden, ist das weder fair noch angemessen. Eine solche Vorgehensweise, die Personen, die sich für unsere Eintracht engagieren, persönlich beschädigt, lehnen wir mit aller Klarheit ab“, heißt es darin.

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Weiter wird geschrieben: „Zumal die Aufregung in zweierlei Hinsicht grundlos ist: weder ist der “Verkauf” unserer Eintracht an irgendeinen Investor noch eine enge Kooperation oder gar Fusion mit unseren Nachbarclubs im Westen oder Osten Niedersachsens geplant.“ (Das gesamte Statement liest du hier!)

Paukenschlag: Streiff lehnt Kandidatur ab!

Wenige Zeit später folgte nun aber der Schock! Helmut Streiff hat in einem Brief erklärt, dass er nicht für das Amt des Präsidenten kandidieren wolle. Grund dafür seien die Proteste rund um das Spiel gegen Holstein Kiel. Er sehe sich nicht mehr in der Lage, sich für das Ehrenamt zur Verfügung zu stellen.

„Ich werde dem Verein auch weiterhin in blau-gelber Freundschaft verbunden bleiben, helfe weiterhin gerne, wo ich kann – wenn das gewünscht wird – und bitte zu verstehen, dass eine Kandidatur für mich so nicht mehr in Betracht kommt“, zitiert die „Braunschweiger Zeitung“ aus dem Brief an den Verein. (fs)