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Eintracht Braunschweig: Derby-Zeit! Leitwolf Kessel kann sich Spitze gegen Hannover nicht verkneifen

Eintracht Braunschweig: Benjamin Kessel bei seinem letzten Derby gegen Hannover.
Eintracht Braunschweig: Benjamin Kessel bei seinem letzten Derby gegen Hannover.
Foto: imago images

Es wird ein Derby unter besonderen Voraussetzungen. Wenn am Samstag Eintracht Braunschweig in Hannover aufläuft, kommt es nach Jahren wieder zum Niedersachsen-Derby.

Bei Löwen-Leitwolf Benjamin Kessel kommen vor dem Spiel Erinnerungen an den letzten Erfolg auf: „Der Derbysieg 2014 war ein wunderschöner Tag, gerade mit den Fans im Rücken. Es ist schade, dass wir am Samstag keine Unterstützung im Stadion haben.“

Eintracht Braunschweig vor Derby: Was planen die Fans?

Es ist eine der spannenden Fragen: Wie werden sich die beiden Fanszenen beim Derby verhalten?

Die Polizei ist jedenfalls für alles gerüstet. Unter der derzeitigen Corona-Situation sei das Derby auch für die Polizei ein „Novum“, so eine Sprecherin der Polizei Hannover.

Aktuell gebe es „keine Erkenntnisse“ über eine geplante Anreise von Fans von Eintracht Braunschweig, dennoch sei das nicht auszuschließen. Daher gelte es für die Polizei, die Situation fortwährend zu beobachten und anhand einer „fortlaufende Lagebewertung“ auf eventuelle spontane Entscheidungen der Fans zu reagieren.

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Unschöne Erinnerungen an vergangene Fan-Aktionen

Unvergessen sind etwa die Szenen, die sich vor vier Jahren vor dem Derby abgespielt hatten. Damals hatte die Polizei eine Massenschlägerei auf einem Baumarkt-Parkplatz in Hildesheim verhindert. 170 mutmaßliche Hooligans waren damals festgenommen worden.

Bis ins Mark ging die Aktion so genannter Eintracht- „Fans“ vor sieben Jahren. Damals hatten Unbekannte ein Schwein mit 96-Schal durch die Innenstadt Hannovers gehetzt. Der BTSV hatte sich damals rigoros von den Tätern distanziert.

Eintracht Braunschweig-Coach Daniel Meyer appellierte daher auch an die Fans: „Wir wissen um die Unterstützung der Fans. Wir hoffen auf die Vernunft, an die wir appellieren. Es gibt eine gesellschaftliche Verantwortung, die der Fußball hat und der wollen wir gerecht werden.“

Noch nicht alle Karten verkauft

Geburtstagskind Benni Kessel konnte sich aber eine kleine Spitze Richtung Hannover nicht verkneifen. Denn überraschenderweise waren am Donnerstag noch nicht alle Derby-Tickets weg. Nur Fans von Hannover 96 dürfen bekanntlich ins Stadion. Sie müssen dazu eine Testphasen-Dauerkarte erwerben. Die Ressonanz der Dauerkartenbesitzer aus dem Vorjahr, die ein Vorkaufsrecht haben, bisher offenbar überschaubar.

„Ich glaube nicht, dass es in Braunschweig lange gedauert hätte bis die Tickets ausverkauft gewesen wären“, sagte Kessel dazu. „Die 3.500 Zuschauer gegen Kiel haben schon eine unglaubliche Stimmung erzeugt.“