Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig: Ex-Keeper macht sich mit diesen Worten unbeliebt – „Sie hätten Gikiewicz behalten müssen“

Die Aussagen des ehemaligen Torwarts von Eintracht Braunschweig sorgen für Unruhe.
Die Aussagen des ehemaligen Torwarts von Eintracht Braunschweig sorgen für Unruhe.
Foto: imago images/masterpress

Braunschweig/Augsburg. Er war schon immer ein Mann der deutlichen Sprache, einer wie ihn Fans im Fußball heutzutage oft vermissen. Trotzdem hat sich der ehemalige Torwart von Eintracht Braunschweig, Rafal Gikiewicz, nun ziemlich unbeliebt gemacht.

Dabei wollte er lediglich einen Fehler seines ehemaligen Vereins aufzeigen.

Eintracht Braunschweig: Gikiewicz bedauert seinen Union-Abgang – sieht die Schuld aber bei anderen

In diesem Sommer wechselte Gikiewicz von Bundesligist Union Berlin zum Ligakonkurrenten FC Augsburg. Sein Vertrag in der Hauptstadt war ausgelaufen und nicht verlängert worden. Sehr zum Unmut des 32-Jährigen, wie dieser nun gegenüber „Sport 1“ verrät.

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Rafal Gikiewicz‘ Karrierestationen:

  • Wigry Suwalki
  • Jagiellonia
  • Stomil Olsztyn
  • Slask Wroclaw
  • Eintracht Braunschweig
  • SC Freiburg
  • Union Berlin
  • FC Augsburg

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„Mein Herz tut bis heute weh. Aber mein Ex-Sportdirektor hatte andere Pläne. Das muss ich akzeptieren“, erklärt der Torwart und wehrt sich auch gegen Vorwürfe, er habe für eine Verlängerung ein zu hohes Gehalt gefordert.

„Ich will auch nicht gegen Union schießen, aber es stimmt nicht, dass ich zu viel Geld wollte.“ Er stand seit 2018 unter Vertrag.

Und trotzdem, so richtig ungeschoren kommen die Eisernen bei Gikiewicz nicht davon. „Ich bin jetzt in Augsburg und ich bin glücklich. Der erste Sieg gegen Union Berlin schmeckt doppelt gut“, erklärt er. Am ersten Spieltag hatten die Augsburger mit 3:1 an der alten Försterei in Berlin triumphiert.

„Sie hätten Gikiewicz halten müssen“

„Wir haben aktuell mehr Punkte als Union und das ist auch mein persönliches Ziel“, so der Pole weiter. „Ich will einfach zeigen, dass ich ein guter Torhüter bin und sie einen Fehler gemacht haben. Sie hätten Gikiewicz halten müssen“, meint er.

Parallelen zur Braunschweig-Zeit

Das Ganze erinnert etwas an Gikiewicz‘ Zeit bei Eintracht Braunschweig. 2014 aus Polen gekommen, entwickelte er sich bei den Löwen zum Stammspieler und Liebling, ehe er immer wieder für Unruhen sorgte. 2016 wechselte er dann kurz vor dem Saisonstart zum SC Freiburg. >> Gikiewicz wechselt nach Freiburg

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Schon in den Monaten zuvor waren seine Leistungen eingebrochen, was viele darauf schoben, dass er sich lieber da schon mit einem Wechsel als mit den Braunschweigern beschäftigt hatte. Für die Eintracht stand er in der zweiten Liga in 66 Spielen auf dem Feld.

Ähnliche Erfahrungen mussten jetzt die Fans der Eisernen machen. Immerhin: In Augsburg können sie sich über ihren neuen Torwart freuen. Vielleicht sogar länger als zwei Jahre. (mh)