Grizzlys Wolfsburg 

Grizzlys Wolfsburg: Zum 11. Mal in die Play-Offs?

Grizzlys-Manager Charly Fliegauf hält seinen Kader für so gut aufgestellt, dass die Play-Off-Ränge drin sein sollten (Archivfoto).
Grizzlys-Manager Charly Fliegauf hält seinen Kader für so gut aufgestellt, dass die Play-Off-Ränge drin sein sollten (Archivfoto).
Foto: Silas Stein/dpa

Wolfsburg. Den schlechten Spielergebnissen in der Vorbereitung und dem massiven Verletzungspech zum Trotz: Die Grizzlys Wolfsburg gehen mit dem klaren Ziel der Play-Off-Teilnahme in die neue DEL-Saison. "Ich glaube, dass wir vom Kader her sehr gut aufgestellt sind", sagte Sportchef Charly Fliegauf am Mittwoch.

Am Freitag starten die Grizzlys, die zuletzt zehn Mal in Serie die Play-Offs erreicht haben, bei den Iserlohn Roosters in die erste Spielzeit seit 2010 ohne Pavel Gross als Coach.

Der 50-Jährige hatte die Grizzlys nach acht Jahren verlassen und ist zu seinem früheren Club Adler Mannheim gewechselt. Doch seine Ära wirkt noch nach: "Es gibt gewachsene Strukturen und viele, die schon seit sieben, acht Jahren hier sind. Da ändert man nicht alles von heute auf morgen", sagte Nachfolger Pekka Tirkkonen, der zuletzt in der Schweiz gearbeitet hatte.

Elf Neue

Mit dem Trainerwechsel ging auch ein Umbruch im Kader einher. "Elf neue Spieler sind gekommen. Für uns ist das ein etwas größerer Umbruch", sagte Fliegauf, der alleine vier neue Mittelstürmer verpflichtete. "Für ein Eishockey-Team ist das natürlich elementar."

Allerdings: Von diesen vier neuen Centern verletzten sich bereits vor dem Saisonstart zwei Spieler schwer. John Albert und Corey Elkins fallen beide monatelang aus. Außerdem fällt Stammkeeper Felix Brückmann verletzungsbedingt sogar die gesamte Saison aus.

Multitalent gefordert

Eine Ausländerlizenz könnten die Grizzlys noch vergeben. "Wenn ich mir einen Spieler backen könnte, wäre dies ein ausländischer Spieler, der sowohl im Angriff als auch in der Abwehr spielen könnte", sagte Fliegauf zu seiner Suche nach Verstärkung.

Der Wolfsburger Etat liegt bei rund 7,5 Millionen Euro. "Damit gehören wir zu den finanzschwächeren Teams", sagte Aufsichtsratschef Klaus Mohrs.