New Yorker Lions 

Sieg im Eurobowl: Lions schreiben Geschichte

Da ist das Ding! Die Lions feiern ihren Pokalsieg.
Da ist das Ding! Die Lions feiern ihren Pokalsieg.
Foto: Sport1/Screenshot

Frankfurt/Braunschweig. Die New Yorker Lions haben erneut den Eurobowl gewonnen. In der Nacht zum Sonntag siegten die Braunschweiger American Footballer mit 20:19 (7:0; 0:12; 7:7; 6:0) bei Samsung Frankfurt Universe.

Damit schreiben die Lions Geschichte: Zum sechsten Mal haben sie sich den Titel des besten Football-Teams in Europa gesichert. Damit sind sie alleinige Rekordhalter mit den meisten Eurobowltiteln. Mit dem Erfolg haben sie den Bowl nicht nur zum sechsten mal, sondern auch schon zum vierten Mal in Folge gewonnen.

Das Match war denkwürdig. Nach nur knapp sieben Minuten wurde das Spiel unterbrochen. Gewitter und Starkregen bestimmten das Bild. Erst nach 105 Minuten ging's weiter. Etwas mehr als 3.200 Zuschauer sahen dem Spiel zweier Teams die sich auf Augenhöhe gegenüber standen und in dem letztendlich nur die Mannschaft das Spiel gewann, die in den entscheidenden Augenblicken weniger Fehler und Strafen produzierte.

Nach dem Kickoff arbeitete sich die Offense mit Läufen von Lennies McFerren und einem langen Pass von Jadrian Clark auf Justus Holtz, bis an die drei Yard Linie der Hausherren aus Frankfurt heran. Ein Spielzug später erzielte Niklas Römer, nach einem Pass von Clark, das 7:0. Der folgende Drive der Frankfurter endete mit nur einem Punkt.

Danach schafften die Lions es den Angriff bis tief in die Hälfte des Gegeners zu bringen. Anstatt der nächsten Punkte folgte jedoch der Regen: Und das für etwa 75 Minuten. Danach sah es für Frankfurt erst einmal besser aus: Der Angriff der Löwen ließ vorerst merklich nach - es ging nicht mehr wirklich voran. Die Hessen hingegen fanden immer besser die Lücken der Braunschweiger Verteidigung und erzielten so den Abschlusstouchdown zum 7:6.

Dann unterlief dem späteren MVP des Spiels, Jadrian Clark, ein folgenschwerer Fehler: Durch einen verpatzen Pass fälschte Ballfänger Christian Bollmann diesen so ab, dass er genau in den Händen von Frankfurts Kweishi Brown landete, der ihn über 60 Yards in die Endzone der Lions trug (7:12).

Die zweite Halbzeit

Nach der Halbzeitpause änderte sich erst einmal nicht viel und der Angriff der New Yorker Lions wurde nach wie vor vom Pech verfolgt. Gleich im ersten Spielzug des dritten Quarters verlor Wide Receiver Patryck Matkowski, bei einem Tackle der Frankfurter Defense den Ball und beschenkte die Frankfurter dadurch mit einem ersten Versuch an Braunschweigs 15 Yard Line. Die Braunschweiger Verteidigung konnte das 7:19 durch David Giron Jansa nicht verhindern.

Nun fanden die Lions langsam zurück ins Spiel: Sowohl Quarterback Jadrian Clark und David McCants mit Läufen, als auch Nicolai Schumann mit einem Passfang führten die Löwen bis kurz vor die Frankfurter Endzone. Das 14:19 erzielte David McCants mit einem vier Yard Lauf.

Auch beim nächsten Drive waren Jadrian Clark, David McCants und Nicolai Schumann die Hauptakteure, den Clark selbst mit einem ein Yard Lauf zum 20:19 erfolgreich abschloss.

Spiel endet mit verschenktem Fieldgoal

Damit hatten die Frankfurt Universe nur noch knapp fünf Minuten Restspielzeit: letztendlich hing das Spiel von einem 43 Yard Fieldgoal durch Frankfurts Max Siemssen ab. Dieser ging deutlich an den Torpfosten vorbei und besiegelte somit den Sieg der New Yorker Lions im Eurobowl XXXII.