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Formel 1: Revolution vom Tisch? FIA schmeißt Pläne wohl über den Haufen

Die Formel 1 diskutierte bis zuletzt über eine revolutionäre Anpassung. Nun hat die FIA entschieden – ist der Vorschlag jetzt endgültig vom Tisch?

Formel 1: Regeländerung
© imago images/Laci Perenyi

Formel-1-Saison 2024: Das sind alle Boliden

Die Formel-1-Teams bringen auch in der Saison 2024 neue Boliden an den Start. Wir zeigen dir alle Autos der neuen Saison.

Die Formel 1 ist für ihre stetige Weiterentwicklungen bekannt. Ob Veränderungen im Rennkalender, Fahrerwechsel oder Einstiege von neuen Teams: Die populärste Rennserie der Welt steht nie still.

Nun hatten die Formel-1-Bosse eine neue Idee. Sie hätte viele Rennen wohl massiv beeinträchtigt. Jetzt scheint der revolutionäre Einfall jedoch verworfen – aus dieser Idee wird am Ende wohl nichts!

Formel 1: Radabdeckungen kommen nicht!

Wie die FIA bestätigte, wird sie ihre Pläne zur Einführung von Radabdeckungen in Regenrennen endgültig verwerfen. Der Verband hatte zuvor nach einer Lösung gesucht, wie die Autos auch bei extremen Regenbedingungen auf die Strecke können. So sollten Situationen wie in Spa 2021, wo das Rennen aufgrund von zu starker Regenfälle nach mehrfacher Verschiebung abgebrochen werden musste, verhindert werden.


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Die FIA hatte sich bei ihren Tests an unterschiedliche Versionen von Radabdeckungen gewagt. Zuletzt wurden von Ferrari diverse Testfahrten durchgeführt, bei denen eine fast komplette Radabdeckung verwendet wurde. Zuvor hatte man in Silverstone andere Varianten von Radabdeckungen benutzt, bei denen deutlich weniger Abdeckungsmaterial am Rad angebracht war. Ergebnis: Die Unterschiede waren nur marginal.

„Müssen andere Lösungen finden“

Nikolas Tombazis, FIA-Formelsport-Leiter, gab gegenüber „Motorsport.com“ zu Protokoll: „Wir dachten, wir versuchen, die Räder komplett abzudecken, sogar über das hinaus, was praktisch ist, um zu sehen, was wir damit maximal erreichen können – um zu sehen, ob das die Lösung ist oder nicht“.



Die unterschiedlichen Radabdeckungen zeigten dabei ähnliche Wirkungen, die jedoch nicht ausreichen würden, um als ideale Lösungen zu gelten, sagte Tombazis. „Wir wissen jetzt, dass wir andere Wege finden müssen, um zu verhindern, dass Rennen abgesagt werden“. Auch Problemlösungen, die am Diffusor arbeiten würden, wurden schnell verworfen, da diese Negativeffekte in der Antriebsgenerierung auslösen würde.

Die FIA wird nun also andere Lösungen erarbeiten müssen, um weitere Rennausfälle verhindern zu können. Dabei würde man laut Tombazis jedoch nicht auf das Design achten, sondern auf den Nutzen.