VfL Wolfsburg 

Sieg: Wölfe verlassen Niedersachsen-Duell mit drei Punkten

Die Wölfe konnten das Niedersachsenduell für sich entscheiden.
Die Wölfe konnten das Niedersachsenduell für sich entscheiden.
Foto: Peter Steffen/dpa

Wolfsburg/Hannover. Im Niedersachsen-Duell zwischen dem VfL Wolfsburg und Hannover 96 am Sonntag, 28. Januar, konnten die Wölfe sich durchsetzen - sie haben nach 93 Spielminuten mit 0:1 (0:0) gewonnen und sich so drei Punkte gesichert. Das rettende Tor schoss Yunus Malli in der 73. Spielminute - es war ein eigentlich haltbarer Weitschuss

Mit nun 23 Punkten hat das Team von Trainer Martin Schmidt als Tabellen-13. jetzt nun sechs Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. Hannover verpasste hingegen einen weiteren Schritt in Richtung vorzeitigem Klassenverbleib. Der Wunsch von 96-Coach André Breitenreiter, gegen den Nachbarn die 30-Punkte-Marke nach 20 Spielen zu knacken, blieb nach einem langweiligen Duell unerfüllt. Mit 27 Punkten bleibt 96 als Zehnter aber noch deutlich vor Wolfsburg.

VfL ungefährlich

Für die Gastgeber wäre gegen die kriselnden Gäste indes mehr drin gewesen. Ohne sieben gesperrte, verletzte oder kranke Spieler war der VfL ähnlich ungefährlich wie in den fünf Spielen mit gerade einmal zwei erzielten Toren zuvor.

Das lag auch am kurzfristigen zusätzlichen Ausfall von Divock Origi, der aufgrund eines grippalen Infekts zuschauen musste. Der Belgier wurde durch den erst 19 Jahre alten Victor Osimhen im Sturmzentrum ersetzt. Der Nigerianer hatte auch sogleich die erste große Chance im Spiel per Kopf. 96-Keeper Philipp Tschauner kratzte den Ball nach knapp einer Viertelstunde aber noch von der Linie.

Ab diesem Moment kam Wolfsburg im Spiel etwas besser zurecht. 96 war zwar weitestgehend spielbestimmend, hatte aber ebenfalls kaum Chancen. Hannovers Torjäger Niclas Füllkrug, der alle bis dahin erzielten vier 96-Rückrundentore erzielt hatte, scheiterte zweimal: In der 25. und 34. Minute ebenfalls jeweils per Kopf.

Wölfe erhöhen Druck

Nach der ereignisarmen ersten Halbzeit vor lediglich 34.300 Zuschauern erhöhten die Gastgeber im zweiten Durchgang den Druck. 96-Trainer Breitenreiter ging noch einmal ins Risiko und nahm Abwehrspieler Josip Elez vom Feld und brachte dafür Angreifer Ihlas Bebou. Der im Winter neu verpflichte Kroate Elez hatte bis dahin ein ordentliches Startelf-Debüt gezeigt.

Breitenreiters Umstellung ging indes nach hinten los. 96-Keeper Tschauner griff 20 Minuten vor dem Spielende am Flatterball von Malli vorbei. Mit seinem fünften Saisontor bescherte der Offensivspieler den Gästen einen glücklichen und bis dahin kaum erwarteten Sieg. Vier Minuten vor dem Ende verpasset der eingewechselte Bebou mit einem Lattenkracher den verdienten Ausgleich.

Die Aufstellung

  • Wolfsburg: Casteels, Verhaegh, Brume, Knoche, Tisserand, Gerhardt, Arnold, Steffen, Didavi (83. Rexhbecaj), Malli (91. S. Jung), Osimen
  • Hannover: Tschauner, Anton, S. Sané, Elez, Sorg, Ostrzolek, Schwegler, Klaus, Fossum, Harnik, Füllkrug