VfL Wolfsburg 

E-Sport beim VfL: "Zweitbester Job der Welt"

Timo Siep im Trikot seines Arbeitgebers. Der 20-Jährige zockt für den VfL Wolfsburg Fifa.
Timo Siep im Trikot seines Arbeitgebers. Der 20-Jährige zockt für den VfL Wolfsburg Fifa.
Foto: Guido Kirchner/dpa

Wolfsburg. Timo Siep zockt jeden Tag Videospiele. Der VfL Wolfsburg bezahlt ihn dafür. Die E-Sport-Szene wird immer größer und und hat zahlreiche Zuschauer. Wie das Leben eines Profi-Zockers aussieht, erzählt Siep der dpa.

Timo Siep sitzt vorgebeugt auf einem Sessel auf der Bühne, nur seine Daumen bewegen sich. Sein Blick ist auf den Bildschirm vor ihm geheftet. Neben ihm sitzt der Gegner. Beide halten kleine Geräte in den Händen, die Controller. Sie drücken Tasten, ihr Puls rast, kleine Fußballer schießen auf den Monitoren Tore - wertvolle Tore. Es geht um 25.000 Euro Preisgeld und den Meistertitel in der Virtuellen Fußball-Bundesliga.

Einige Tausend Euro fürs Zocken

Die jungen Männer spielen Fifa. Timo möchte unbedingt gewinnen - für sich selbst, seine Fans und für seinen Arbeitgeber, den Fußballverein VfL Wolfsburg. Der zahlt dem 20-jährigen Kölner jeden Monat einige Tausend Euro, damit er täglich trainieren kann.

Timo Siep muss jede Woche mehrere Stunden Training und seine Online-Wettkämpfe live ins Internet übertragen. So steht es in seinem Vertrag. Weil zunehmend mehr junge Menschen den E-Athleten zuschauen, lässt sich dabei mit Werbung Geld verdienen.

TimoX VfL Wolfsburg

Zweitbester Job der Welt

Als Junge wollte Timo Profi-Kicker werden. Aber diesen Traum hat er aufgegeben, nachdem er sich beim Bolzen auf dem Rasen den Arm gebrochen hatte. Heute findet er: "Ich habe den zweitbesten Job der Welt - besser wäre nur echter Fußballer sein".

An die Zukunft hat der Profi-Zocker auch gedacht. Für diesen Herbst möchte er Fifa nur noch auf Teilzeit spielen und nebenbei studieren. "Ich will später ja nicht auf der Straße stehen".