VfL Wolfsburg 

So läuft die Vorbereitung bei den Wölfen

Debatte mit den grün-weißen Fans: Die Anhänger der Wölfe können am Mittwochabend Trainer Bruno Labbadia, Geschäftsführer Jörg Schmadkte und Sportdirektor Marcel Schäfer ins Kreuzverhör nehmen (Archivbild).
Debatte mit den grün-weißen Fans: Die Anhänger der Wölfe können am Mittwochabend Trainer Bruno Labbadia, Geschäftsführer Jörg Schmadkte und Sportdirektor Marcel Schäfer ins Kreuzverhör nehmen (Archivbild).
Foto: Peter Steffen/dpa

Wolfsburg. Zweimal rettete sich der VfL Wolfsburg zuletzt in der Relegation vor dem Abstieg in die 2. Fußball-Bundesliga. In der neuen Spielzeit soll alles besser werden.

Mit einer neuen sportlichen Führung um Geschäftsführer Jörg Schmadtke, den früheren Publikumsliebling Marcel Schäfer als Sportdirektor und Trainer Bruno Labbadia peilen die Wölfe wieder obere Tabellenregionen an. Ein klares Ziel setzt sich der Verein allerdings nicht. Hier der aktuelle Stand der Vorbereitung:

Wer soll noch kommen?

Abgeschlossen ist die Einkaufstour der Wolfsburger noch nicht. Ein Spieler für die linke Seite soll noch verpflichtet werden. Nach französischen Medienberichten steht Jérome Roussillon vom HSC Montpellier auf dem Wunschzettel. Dazu wollen sich die Wolfsburger noch auf dem Flügel verstärken. Der Hamburger Filip Kostic gilt als Kandidat.

Wer soll noch gehen?

Der Kader ist aktuell noch deutlich zu groß. Riechedly Bazoer, Jakub Blaszczykowski, Paul Seguin, Marvin Stefaniak, Kaylen Hinds, Amara Condé, Ismail Azzaoui und Paul-Georges Ntep können bei passenden Angeboten gehen. Dies gilt auf Leihbasis auch für Victor Osimhen und Paul Jaeckel. "Dauerhaft mit 35 Spielern zu trainieren, ist schwierig. 25 bis 26 Spieler werden es sein", sagte Schmadtke.

Wer sind die Neuzugänge?

Wout Weghorst (AZ Alkmaar, 11 Millionen Euro), Daniel Ginczek (VfB Stuttgart, 10 Millionen Euro), Felix Klaus (Hannover 96, 3,5 Millionen Euro) wurde bislang vor allem die Offensive verstärkt. Pavao Pervan (Linzer ASK) ist als neue Nummer zwei im Tor hinter dem unumstrittenen Koen Casteels vorgesehen.

Wie ist die Stimmung?

Lange war sie in der Vorbereitung sehr gut. Nach den vielen Rückschlägen, Trainerwechseln und schlechten Nachrichten aus dem VW-Umfeld kam sogar eine kleine Euphorie auf. Die Trainings-Besuche von NBA-Profi Daniel Theis oder Tischfußball-Weltmeister Chris Marks sorgten zudem für viel Abwechslung. "Die Stimmung ist top", sagte Yannick Gerhardt. "In der letzten Saison war es gegen Ende natürlich der Situation geschuldet, dass man nicht mehr so viel Spaß hatte." Einen Rückschlag gab es nach dem schwachen Auftritt beim Test am Samstag gegen Olympique Lyon (1:2).

Wie lautet das Saisonziel?

Deutlich besser als zuletzt abschneiden, das ist die Devise bei den Niedersachsen. In den vergangenen beiden Jahren gelang der Klassenerhalt erst in der Relegation. So etwas soll nicht mehr passieren. "Einen einstelligen Tabellenplatz", forderte der mächtige VW-Betriebsratschef und VfL-Aufsichtsratsmitglied Bernd Osterloh.

"Ich möchte, dass es jetzt eine nachhaltige Entwicklung beim VfL gibt." Schmadtke und Schäfer vermeiden solche klaren Aussagen. "Wenn man zweimal in Folge in der Relegation gespielt hat, wäre es vermessen und an der Realität vorbei, irgendwelche großen Ziele herauszuposaunen", sagte Sportdirektor Schäfer.