VfL Wolfsburg 

Hup Holland! Wolfsburg-Torjäger Weghorst vor Oranje-Rückkehr

Wout Weghorst im Oranje-Dress (Archivbild).
Wout Weghorst im Oranje-Dress (Archivbild).
Foto: imago/Pro Shots
  • Sechs Tore schoss Wout Weghorst für den VfL Wolfsburg.
  • Doch der Spätstarter will sich weiter steigern.
  • Und zurück in die niederländische Nationalmannschaft.

Almancil/Wolfsburg. Nationalmannschaftsdebüt für die Niederlande, Wechsel in die Bundesliga und ein Erfolg gegen Darts-Weltmeister Michael van Gerwen: Für Wolfsburg-Stürmer Wout Weghorst war 2018 ein "Traum".

Weghorst will in der Elftal durchstarten

Doch der 26-Jährige sieht in den kommenden Monaten noch Potenzial. "Ich bin noch nicht am Ende meiner Entwicklung", sagte der Torjäger der Wölfe. Vor allem in der niederländischen "Elftal" will Weghorst eine größere Rolle spielen.

Im Oranje-Team sorgte er bislang nur für Aufmerksamkeit, als er im Mai 2018 bei einem Besuch von Darts-Champion van Gerwen eine Runde ("Leg") gegen den Superstar gewann. Für Deutschlands Gegner in der EM-Qualifikation kam er bislang nur zu drei Kurz-Einsätzen.

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Beim 3:0-Erfolg und beim 2:2 gegen die DFB-Elf in der Nations League stand er nicht im niederländischen Kader. Seit seinem Wechsel in die Bundesliga nominierte ihn Bondscoach Ronald Koeman nicht mehr.

De Jong und Depay mit Vorteilen

Das soll sich ändern. Im VfL-Trainingslager im portugiesischen Almancil besuchte Koeman den Stürmer und sprach mit ihm nach einer Trainingseinheit.

"Es war super, dass er vorbeigekommen ist", sagte Weghorst dem "Kicker": "Wir haben geredet, auch über die Nationalmannschaft." Dort kamen zuletzt aber Memphis Depay oder der frühere Gladbacher Luuk de Jong im Sturm-Zentrum zum Zuge.

In Amsterdam gegen Deutschland

Eine schnelle Rückkehr ins Nationalteam ist dennoch gut möglich. "Ich muss den Weg so weitergehen wie bisher", beschrieb Weghorst die Forderung des früheren Weltklasse-Abwehrspielers.

Spätestens am 24. März will der VfL-Profi wieder dabei sein. Dann trifft die Niederlande in der EM-Qualifikation in Amsterdam auf die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw. "Hoffentlich kommt schnell wieder eine Chance, dass ich mich in der Nationalmannschaft zeigen darf."

"Ich schaffe das und werde Profi"

Nach Länderspielen und Bundesliga sah es beim Familienvater jedoch nicht immer aus. Erst mit 20 gab Weghorst sein Profi-Debüt, mit 18 kickte er noch auf Kreisliga-Niveau. "Trotzdem habe ich nie daran gedacht, dass ich es nicht schaffen könnte", sagte Weghorst in einem Interview der "Bild"-Zeitung.

"Meine Eltern haben gesagt, ich soll auch gucken, was ich später machen will, wenn es nicht klappt. Aber ich habe immer gesagt: Nein, ich schaffe das und werde Profi." Sein Betriebswirtschaftsdiplom hat er neben dem Fußball dennoch gemacht.

Durchbruch beim AZ Alkmaar

Seinen Profi-Durchbruch erlebte der 1,97 Meter große Stürmer nach Stationen beim FC Emmen und Heracles Almelo beim AZ Alkmaar. Im vergangenen Sommer verpflichtete ihn dann der VfL Wolfsburg für rund 10,5 Millionen Euro.

Sechs Treffer erzielte Weghorst für den Tabellenfünften in der Hinrunde, stand in 16 von 17 Partien in der Startelf. "Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Aber man kann immer besser werden." Derzeit plagt sich Weghorst mit einer Sprunggelenks-Verletzung herum, zum Rückrunden-Start beim FC Schalke 04 am 20. Januar soll er aber wieder fit sein.