VfL Wolfsburg 

VfL Wolfsburg verliert auf Schalke: Ex-Wolf Caligiuri trifft doppelt

Daniel Caligiuri (S04), zusammen mit William (Wolfsburg).
Daniel Caligiuri (S04), zusammen mit William (Wolfsburg).
Foto: imago/Uwe Kraft

Gelsenkirchen/Wolfsburg. Die Erfolgsserie des VfL Wolfsburg ist gerissen. Nach zwei Toren des früheren VfL-Profis Daniel Caligiuri verloren die Wölfe am Sonntagabend zum Rückrunden-Auftakt mit 1:2 (1:1) beim FC Schalke 04. Nach fünf Siegen in den letzten sechs Spielen der Hinrunde bot die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia auch diesmal zeitweise eine gute Leistung.

Doch mehr als das erste Bundesliga-Tor von Elvis Rexhbecaj in der 20. Minute sprang dabei nicht heraus. Der 31 Jahre alte Caligiuri, der von 2013 bis Januar 2017 selbst in Wolfsburg gespielt hatte, brachte die Schalker in der 8. (Foulelfmeter) und 78. Minute zweimal in Führung.

Schon vor dem Anpfiff sorgte die überraschende Maßnahme von Schalkes Trainer Domenico Tedesco, Stammkeeper Ralf Fährmann durch Alexander Nübel zu ersetzen, für Gesprächsstoff. Und der 22 Jahre alte Nübel rechtfertige bereits in der 4. Minute die Beförderung, als er einen Kopfball von Admir Mehmedi in sehenswerter Manier parierte.

Caligiuri verwandelt Elfmeter

Nicht nur diese Parade trug dazu bei, dass die Schalker einen Start nach Maß erwischten. Denn nur drei Minuten später entschied Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) nach einem Foul des Wolfsburgers William an Allesandro Schöpf auf Foulelfmeter, den Caligiuri gegen seinen ehemaligen Club sicher verwandelte.

Nübel hat keine Chance

Doch die Freude der Schalker, die auf Guido Burgstaller, Amine Harit, Breel Embolo, Nabil Bentaleb und Jewhen Konoplyanka verzichten mussten, währte nicht lange. Nach einem Pfostenschuss von Mehmedi war Rexhbecaj zur Stelle und traf aus acht Metern mit seinem ersten Bundesligator zum verdienten 1:1 - Nübel hatte keine Abwehrchance.

Drei Stammspieler fehlen

Dieser Ausgleich gab den ebenfalls ersatzgeschwächten Wölfe zusätzlichen Auftrieb. Guilavogui, Ginczek, Camacho - sie alle fehlten verletzt. Doch bei einer Chance von Yannick Gerhardt (27.), der freistehend an Nübel scheiterte, waren der VfL der Führung nahe. Trotz der Ausfälle von Kapitän Josuha Guilavogui und Angreifer Daniel Ginczek kontrollierten sie das Geschehen in der ersten Halbzeit gegen die spielerisch limitierten Gastgeber weitgehend.

Doch nach Wiederanpfiff geriet das Team von Trainer Bruno Labbadia urplötzlich ins Wanken, als Mark Uth (50.) Torhüter Koen Casteels prüfte und Sebastian Rudy (51.) nur eine Minute später ebenfalls per Kopfball nur die Latte traf. Doch mit zunehmender Spielzeit verflachte die Partie, weil beide Teams sich vor allem im Spielaufbau schwer taten.

Bis auf einen Schuss des Wolfsburger Wout Weghorst kann am Schalker Tor vorbei bekamen die Zuschauer in der zweiten Halbzeit wenig zu sehen. Caligiuri bestrafte die VfL-Passivität mit einem feinen Schlenzer und sorgte für neue Hoffnung auf Schalke. (dpa)