VfL Wolfsburg 

Nach Ausschreitungen in München: Polizei Wolfsburg ist den VfL-Schlägern auf der Spur

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München/Wolfsburg. Den an der Massenschlägerei in München beteiligen VfL-Anhängern drohen Konsequenzen – sofern die Beamten sie ermitteln können. Gleiches gilt auch für die Münchener. Nach den Ausschreitungen vor dem Auswärtsspiel beim FC Bayern am Samstag ermittelt jetzt auch die Polizei Wolfsburg.

Polizei Wolfsburg sichtet Videomaterial aus München

"Wir unterstützen unsere Kollegen in München mit unserem Wissen und sammeln neue Informationen", sagte Polizeisprecher Henrik von Wahl am Montag zu news38.de. Demnach sichten szenekundige Beamte aus Wolfsburg aktuell Videomaterial des Vorfalls. "Wir hoffen, dass wir so die Täter ermitteln können", so von Wahl.

Wolfsburg gegen München - bisher gab's nie Stress

Die Polizei ist überrascht von dem gewaltsamen Zwischenfall in der Schillerstraße. Im Vorfeld habe es keinerlei Hinweise auf das dem Anschein nach verabredete Treffen gegeben, hieß es. "Bisher gab es zwischen den Vereinen nie Probleme. Auch sportlich gibt es da ja aktuell keine Brisanz", sagte von Wahl mit Blick auf die Bundesliga-Tabelle.

Wie viele Anhänger aus dem VfL Wolfsburg-Spektrum als gewaltbereit eingestuft werden, konnte der Polizeisprecher auf Nachfrage nicht sagen. Auch die Zahl der aktuell gültigen Stadionverbote lagen ihm nicht vor.

Polizei und Fans treffen sich am Dienstag

Am Dienstag soll es in Wolfsburg ein sogenanntes Reflektionsgespräch geben.

Neben der Polizei und Bundespolizei sind dazu auch Vertreter des Fanprojekts sowie Fan- und Sicherheitsbeauftragte eingeladen. Zusammen wolle man Schlüsse aus der Schlägerei ziehen, hieß es.

Eine Antwort der Fanbeauftragten des VfL Wolfsburg auf news38.de-Nachfrage stand zunächst noch aus.

Schlägerei-Videos tauchen im Internet auf

Am Samstagmittag waren in München insgesamt rund 40 Anhänger beider Fanlager aufeinander losgegangen. Bei der womöglich verabredeten Massenschlägerei wurde ein Wolfsburger verletzt; er kam ins Krankenhaus.

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Schnell kursierten Videos des Vorfalls im Netz.

Insgesamt meldete die Polizei 22 Festnahmen. Alle Tatverdächtigen wurden nach dem Spiel wieder entlassen. Beide Schläger-Gruppen sollen etwa gleich groß gewesen sein.