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Kölner Silvesternacht: Polizei bekam nichts mit

Polizei am Kölner Hauptbahnhof.
Polizei am Kölner Hauptbahnhof.
Foto: dpa

Köln/Düsseldorf. Wegen der Vorfälle in der Kölner Silvesternacht steht die Polizei schon lange in der Kritik - der laufende Untersuchungsausschuss des Landtags verstärkt diesen Eindruck immer mehr.

Am Dienstag, 26. April 2016, bestätigte ein Dienstgruppenleiter der Kölner Polizei-Inspektion die Aussagen seiner Vorgänger, man habe in der Silvesternacht nichts Besonderes mitbekommen: "Es war gut zu tun, aber es war nichts Aufsehenerregendes", sagte der 50-jährige Polizist vor dem Ausschuss in Düsseldorf.

Es habe mehrere aufeinanderfolgende Dienstbesprechungen verschiedener Einheiten gegeben. Von zwischenzeitlich einlaufenden Meldungen über einen aggressiven Pulk von "Asylanten", die auf dem Bahnhofsvorplatz "Passantinnen befummeln", habe er nichts mitbekommen.

Die Vorfälle in Köln hatten bundesweit Schlagzeilen gemacht. Kölns Polizeipräsident Wolfgang Albers musste als Folge der Überfälle gehen. Für den 9. Mai wird der stark in der Kritik stehende NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) als Zeuge im Ausschuss erwartet.