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A2-Unfälle: Lies sucht nach Lösungen

Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD).
Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD).
Foto: dpa
  • Verkehrsminister lädt zum Runden Tisch.
  • Gefahrenfaktoren Stau-Ende und Laster.
  • Zahl der Unfälle massiv angestiegen.

Hannover. Nach der neuesten Serie schwerer Lastwagenunfälle auf der Autobahn 2 will Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) am heutigen Dienstag, 17. Mai 2016, mit Experten nach Maßnahmen für mehr Sicherheit suchen. Zu einem Runden Tisch hat Lies Vertreter von Polizei, Verkehrswacht, Verkehrsgewerbe und ADAC ins Ministerium geladen.

Ziel sei es, die Unfälle an Stau-Enden zu verhindern, sagte ein Ministeriumssprecher. Im vergangenen Jahr stieg sowohl die Zahl der Unfälle auf der A2 als auch die Zahl der Karambolagen mit Lkw-Beteiligung spürbar an. In inzwischen jeden zweiten Unfall auf der A2 sind Sattelzüge verwickelt.

Kontrollen scheitern an Verkehrsmasse

Vor einem Monat bereits hatte der Minister Tempo 60 für Lkw auf einem zehn Kilometer langen Abschnitt der A2 von Lehrte bis zum Beginn einer Großbaustelle in Hannover eingeführt. Außerdem kündigte er an, dass der Sicherheitsabstand der Laster, aber auch ihre Geschwindigkeit deutlich schärfer als bisher kontrolliert werden sollten. Wie die Polizei in Hannover mitteilte, scheiterte eine solche mit viel Aufwand vorbereitete Kontrolle vor einer Woche an der schieren Masse des Verkehrs. Dieser staute sich bereits zwischen Hämelerwald und Lehrte derart, dass die Fahrzeugkolonnen sich nur im Stop-and-go-Verkehr und in Schrittgeschwindigkeit bewegte.

400 Unfälle mehr als im Vorjahr

Auch in unserer Region hatte es zuletzt immer wieder gekracht – teils mit tragischen Folgen. Vergangenen Samstag kamen zwei Frauen bei einem Unfall ums Leben, zwei Tage zuvor wurden vier Menschen bei einem Unfall mit vier Lastwagen teils schwer verletzt. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Unfälle auf dem niedersächsischen Teil der A2 nach Polizeiangaben von 3.040 auf 3.447.